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Umgang mit Stress ist Thema im Herzseminar

Boltenhagen Umgang mit Stress ist Thema im Herzseminar

In der Strandklinik in Boltenhagen informieren Fachleute am 5. November über Ursachen von Herzkrankheiten

Boltenhagen. Die Deutsche Herzstiftung bietet jedes Jahr im November Seminare an, die sich mit Herzkrankheiten, deren Vorbeugung oder Behandlungsmethoden beschäftigen. In der Strandklinik in Boltenhagen wird am 3. November das 22. Herzseminar veranstaltet.

 

OZ-Bild

Peter Norden von der Deutschen Herzstiftung (r.) und Dr. Jürgen Bolte von der Strandklinik werben für mehr Vorsorge.

Quelle: Malte Behnk

„Wir wissen, dass Faktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin und Fette wichtig für eine Risikobewertung sind. Wir wollen sie in diesem Jahr beleuchten und uns speziell auf den Faktor Stress konzentrieren“, erklärt Dr. Jürgen Bolte, Chefarzt für Kardiologie in der Strandklinik. Teilnehmer des Seminars sollten selber einmal beurteilen, wie viel Stress sie jeden Tag wirklich haben. „Man muss überlegen, wie man seine Tagesabläufe gestaltet“, sagt Bolte.

Das weiß auch Peter Norden, der unter anderem Boltenhagen für die Deutsche Herzstiftung betreut. Obwohl er schon Rentner ist, ist auch dem Hamburger Stress nicht unbekannt. „Ich habe im November alleine in Hamburg 14 Veranstaltungen der Deutschen Herzstiftung“, sagt er. „Da muss man sich selber manchmal zurücknehmen und einen Ausgleich finden. Ich spiele zum Beispiel Bridge und mache Yoga“, sagt Peter Norden.

Aus seiner Sicht beschäftigen sich die Menschen immer mehr mit ihrer Gesundheit. „Wir haben etwa 94000 Mitglieder in der Deutschen Herzstiftung und die Seminare wie hier in Boltenhagen sind eigentlich immer voll“, sagt Norden. Dabei seien sowohl unter den Mitgliedern als auch unter den Besuchern der Seminare nicht nur Betroffene einer Herzkrankheit, sondern immer mehr Interessierte, die sich informieren und vorbeugen wollen. „Das liegt mit daran, dass die Krankenkassen mehr über das Thema Prävention informieren und auch dass das Vorsorgegesetz Druck macht“, erklärt Norden. Mit dem 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz sollen die gesetzlichen Krankenkassen mehr Geld für Gesundheitsförderung und Prävention ausgeben.

Dabei richten sich solche Informationsveranstaltungen wie das Herzseminar in Boltenhagen längst nicht mehr nur an ältere Menschen. „Wir hatten auch schon einen jungen Patienten, der mit 25 Jahren auf dem Fußballfeld reanimiert werden musste“, berichtet Jürgen Bolte.

Beim Herzseminar am 5. November in Boltenhagen werden Fachleute über die Risikofaktoren Bluthochdruck und Stoffwechsel informieren. Der therapeutische Leiter der Strandklinik, Thomas Schulke, erklärt, wie man Sport treibt und dabei das richtige Maß zwischen Unter und Überforderung erkennt.

Insgesamt werden während des etwa fünfstündigen Seminars fünf Fachvorträge gehalten, an die sich jeweils eine Diskussion anschließt. Vor Beginn des Seminars und während der Mittagspause können Teilnehmer die Gelegenheit nutzen, Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckwerte messen zu lassen.

„Den Abschluss des Seminars bildet wie jedes Jahr ein einstündiger Kursus in der Wiederbelebung“, berichtet Jürgen Bolte. Der Kursus werde bei den jährlichen Herzseminaren in Boltenhagen immer gut besucht. „Das Thema kann man gar nicht oft genug ansprechen und praktisch üben. Das ist superwichtig“, sagt der Arzt. „Wir wissen, dass es durch dieses Wiederbelebungs-Seminar schon zu Rettungen durch Teilnehmer gekommen ist“, ergänzt Bolte.

Anmeldungen zum Seminar werden bis zum 3. November angenommen unter ☎ 038825/47913 oder per Mail an info@strandklinik.de.

Programm

9 Uhr: Begrüßung und Einleitung durch Birgit Seblewske und Dr. Jürgen Bolte (Strandklinik Boltenhagen) und Peter Norden (Deutsche Herzstiftung) 9.15 bis 9.45 Uhr: Risikofaktor Bluthochdruck mit Dr. Ali Aydin (Krankenhaus Reinbek) 9.45 bis 10.15 Uhr: Risikofaktor Stoffwechsel mit Dr. Sebastian Schmid (Uniklinik Lübeck) 10.15 bis 10.45 Uhr: Risikofaktor Stress mit Dr. Karsten Hake (Uniklinik Rostock) 11.15 bis 11.45 Uhr: Sport zwischen Unter- und Überforderung mit Thomas Schulke (therapeutischer Leiter, Strandklinik Boltenhagen) 11.45 bis 12.15 Uhr: Entspannungstherapie mit Psychologin 12.15 bis 12.30 Uhr: Zusammenfassung mit Dr. Jürgen Bolte 12.30 bis 13 Uhr: gemeinsames Mittagessen 13 bis 14 Uhr: Wiederbelebungs-Seminar mit Udo Hill von den Johannitern in Grevesmühlen

Malte Behnk

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