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Grevesmühlen Verwirrung um mehrere Schloss-Websites
Mecklenburg Grevesmühlen Verwirrung um mehrere Schloss-Websites
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00:00 31.03.2016

Seit dem vergangenen Wochenende hat das Schloss Bothmer seine Türen wieder für Besucher geöffnet. In der zweiten Saison nach der großen Wiedereröffnung 2015 sind die Restaurierungsarbeiten am Gebäude so gut wie abgeschlossen. An anderer Stelle herrscht dagegen noch Nachholbedarf — beim Internetauftritt. Gäste, die sich vorab im Netz über Mecklenburgs größte barocke Schlossanlage informieren möchten, landen häufig auf veralteten und inoffiziellen Seiten. „Wir wissen, dass wir dort etwas machen müssen“, bestätigt Museumspädagogin Nadine Schmidt.

Wer dieser Tage bei der Suchmaschine Google „Schloss Bothmer“ eingibt, stößt auf verschiedene Internetauftritte zum Klützer Wahrzeichen, das mittlerweile dem Land gehört. Die offizielle Homepage, die von der Abteilung Staatliche Schlösser und Gärten im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommerns verwaltet wird, ist bei der Suche nur der dritthöchste Treffer. „Das ist nicht die ideale Lösung“, weiß

auch deren Sprecher Jascha Barckhan und sei den Umständen in den zurückliegenden Jahren geschuldet. Eine grundlegende Überarbeitung des Webauftritts sei bereits geplant. Im Zuge dessen soll auch daran gearbeitet werden, bei der Google-Suche eine bessere Resonanz zu erzielen. „Wir wollen im Suchmaschinenranking auf höheren Plätzen erscheinen“, betont Barckhan.

Denn aktuell haben veraltete Plattformen die Nase vorn. Den Spitzenplatz bei einer Google-Anfrage zum Schloss Bothmer nimmt die Seite des ehemaligen Eigentümers Wulf Hartmann ein. Verwunderlich, ging der Barockbau doch bereits im Jahr 2008 in Besitz des Landes über. Dazu kommt, dass Hartmann im Oktober 2012 verstorben ist. Dennoch erscheint seine Seite vielen Internetnutzern als die relevanteste.

„Vereinzelt werden Nachfragen dazu an mich herangetragen“, sagt Nadine Schmidt. „Eine Überarbeitung würde den Besuchern enorm helfen, sich zu orientieren.“

Wer den zweiten Treffer bei der Suche anklickt, landet auf der Seite von Christine Mark und Frank Burmeister. Beide führten als Studenten der Hochschule Wismar Forschungen am und ums Schloss durch.

2008 ging die gemeinsame Website online. Sie boten bis 2009 Führungen durch die Anlage an. „Seit damals ist nichts mehr aktualisiert worden“, erklärt Mark auf Nachfrage. Die 43-Jährige lebt mittlerweile in Nordrhein-Westfalen — ihr Forschungspartner in Berlin. „Ich bekomme immer noch Anrufe und Nachfragen zum Schloss. Ich möchte das Thema gern vom Tisch haben“, sagt sie. Deshalb habe sie auch Bereitschaft signalisiert, die reservierte Internetadresse an das Land abzutreten. „Sie wollten, dass ich sie gratis abgebe. Aber da steckt eine Menge Aufwand und Zeit drin“, erzählt Mark.

Sie wartet auf ein Angebot.

Ob die Schloss-Verwaltung in Schwerin Geld ausgeben wird, um den eigenen Auftritt im Internet besser zu platzieren, ist aber fraglich. „Es gibt aktuell keine Planungen, Domains aufzukaufen. Wir wollen und können auch nicht jede Adresse zum Schloss Bothmer sichern“, sagt Jascha Barckhan. Allerdings müsse man im Einzelfall schauen, ob ein Kauf Sinn macht.

Fakt ist: In Zukunft plant die Verwaltung eine neue Internetseite, auf der alle Schlösser in Landesbesitz repräsentiert werden. „Wir sind noch vor Projektstart“, sagt Barckhan. Deshalb sei in diesem Jahr nicht mehr damit zu rechnen. Somit geht das Verwirrspiel noch eine Weile weiter.

• Offizielle Website des Schlosses: www.schlossbothmer.wordpress.com/

Von Daniel Heidmann

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