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Viele Ideen für die Zukunft Boltenhagens

Boltenhagen Viele Ideen für die Zukunft Boltenhagens

Bewohner des Ostseebads haben im Festsaal über den Masterplan 2020 diskutiert

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In Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer des Forums Stärken und Schwächen des Ostseebades sowie Ideen für die Zukunft.

Quelle: Fotos: D. Heidmann

Boltenhagen. Zu schlechte Anbindungen, fehlende Vielfalt in der Gastronomie und eine Imbisslandschaft im Zentrum als Schandfleck – das sind nur ein paar Mängel, die am Donnerstagabend im Boltenhagener Festsaal angesprochen wurden. Einwohner und Interessierte waren der Einladung der Kurverwaltung und der dwif-Consulting GmbH aus Berlin gefolgt. Sie wollen den Masterplan Boltenhagen 2020 überprüfen und aktualisieren. Im Zuge dessen haben sie ein Auftaktforum veranstaltet.

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Bewohner des Ostseebads haben im Festsaal über den Masterplan 2020 diskutiert

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„Es geht nicht darum, heute Lösungen zu finden. Wir wollen ins Gespräch kommen“, erklärte Kurdirektorin Claudia Hörl zur Eröffnung des Treffens. Der aktuell geltende Masterplan Boltenhagen sei 2007 erstellt worden, in den vergangenen Jahren aber „versickert“, wie Hörl meinte. „Nun wollen wir ihn unter die Lupe nehmen, schauen was noch relevant ist und darüber diskutieren, wie sich der Ort künftig aufstellen will“, sagte die Kurdirektorin weiter.

Etwas mehr als 30 Leute hatten dafür den Weg in den Festsaal auf sich genommen. „Ich hätte mir gewünscht, dass noch ein paar mehr Boltenhagener erscheinen“, gab Hörl zu. Denn das Treffen ermöglichte ein aktives Mitgestalten. Nach einer kurzen Einführung in das Thema Masterplan durch Mathias Feige, den Geschäftsführer des Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr (dwif), und seine Mitarbeiterin Maike Berndt waren die Teilnehmer gefragt. In fünf Gruppen erarbeiteten sie in einer knappen halben Stunde die Stärken und Schwächen des Ostseebades Boltenhagen sowie Ideen für die Zukunft.

Die Vorschläge reichten von der Eröffnung einer Therme für Familien bis hin zu einer täglichen Busverbindung von Berlin nach Boltenhagen. Als dringend notwendig empfinden die Einwohner eine bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr, die Befestigung der Strandpromenade sowie die Beseitigung der Imbisse im Zentrum. Mehrfach wurde auch die konkretere Zielgruppenorientierung angesprochen.

„Aktuell ist das Ostseebad zu breit aufgestellt. Wir sollten mehr touristische Spezialisierungen vornehmen und Mut zur Alleinstellung haben“, sagte Christiane Sudmann. Dem pflichtete die Gruppe von Swen Uwe Bertram bei. „Wir sind derzeit orientierungslos. Wen wollen wir denn nach Boltenhagen locken? Wenn wir das wissen, wissen wir auch was zu tun ist.“ Auch die Errichtung von höherwertigen Hotels soll laut Forumsteilnehmer dazu beitragen, entsprechende Urlauber nach Boltenhagen zu holen.

Auch die gastronomischen Angebote kamen zur Sprache. Als „einfallslos“ betitelte Günther Sennhenn die aktuelle Situation. Zudem seien die Öffnungszeiten der Läden und Lokale zu überdenken. Auch die jungen Einwohner sehen hier Handlungsbedarf. „Wenn man abends weggehen will, fehlen die Möglichkeiten. Man kann nichts in Boltenhagen machen“, meinte Konstantin Koch. Sein Vorschlag: Ein Laden, der Lounge-Atmosphäre bietet. Auch ein Restaurant oder Café mit Seeblick wünschen sich die Einwohner. Ein weiterer Vorschlag: Der Kaffeebrenner soll bis ins Ostseebad fahren.

„Das Thema beschäftigt die Boltenhagener“, stellte Mathias Feige am Ende des Forums fest. „Die Frage ,Was ist Boltenhagen?’ zieht sich dabei wie ein roter Faden durch alle vorgetragenen Beiträge“, ergänzte der dwif-Geschäftsführer. Für ihn war die Veranstaltung ein reichhaltiger Ideen-Pool, den er und seine Mitarbeiter nun strukturieren. „Sie werden von uns hören“, versprach Feige. Womöglich soll es im Frühjahr 2017 die nächste Bürgerversammlung geben.

„Ich finde diese Veranstaltung sehr gut“, resümierte Heidi Clausen. Die 67-Jährige Boltenhagenerin ließ sich die Chance, sich für ihren Ort einzubringen, nicht entgehen. „Man bekommt mal einen Einblick über die Entwicklung des Ortes. Das Miteinbeziehen der Einwohner ist wichtig“, meinte sie. Die Anteilnahme sei für sie aber noch viel zu gering. Ihr größter Wunsch für das Boltenhagen der Zukunft: „Ich will, dass wir uns im Ort gemeinsam bemühen, neue Strategien zu finden und aufeinander zugehen. Das ist derzeit mangelhaft.“

Daniel Heidmann

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