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Grevesmühlen Vom Lehrerzimmer ins Kussower Atelier
Mecklenburg Grevesmühlen Vom Lehrerzimmer ins Kussower Atelier
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00:00 26.08.2016
Karla Jacobi-Doil liebt die Ölmalerei. Die Künstlerin, die im niedersächsischen Schöningen geboren wurde, zeigt ihre Werke im „Atelier No.9“.

Schätzungsweise 100 Ölmalereien und mehrere Dutzend Radierungen stehen oder hängen an den Wänden. Das Atelier von Karla Jacobi-Doil strotzt nur so vor Kunst. In der Luft liegt der schwere Duft der Farben. Auf einem Abstelltisch befinden sich noch Palette und Pinsel. Es ist das kreative Zentrum der 66-Jährigen. Hier geht sie ihrer Leidenschaft nach.

Karla Jacobi-Doil hat einst Sängerin Lena Meyer-Landrut unterrichtet / Jetzt betreibt die 66-Jährige das „Atelier No. 9“

Ich arbeite sehr naturalistisch, manchmal aber auch etwas entfremdet und aus dem Zusammenhang gerissen.“Karla Jacobi-Doil

„Kunst ist für mich Entspannung und Erfüllung“, sagt Jacobi-Doil und stöbert durch ihre Arbeiten. Unter den Bildern fällt ein Exemplar auf, das ein bekanntes Gesicht darstellt. „Das ist Lena Meyer-Landrut“, sagt die Künstlerin. Das Popsternchen, das einst von Stefan Raab entdeckt wurde und im Jahr 2010 den Eurovision Song Contest für Deutschland gewonnen hat, drückte früher bei Jacobi-Doil die Schulbank. „Ich habe sie in der elften Klasse gehabt. Sie hat bei uns Abitur gemacht“, erzählt sie. Denn bis zum vergangenen Jahr war Karla Jacobi-Doil als Kunstlehrerin in Hannover tätig.

Doch im September 2015 zog es sie nach Nordwestmecklenburg. In Kussow eröffnete sie ihr eigenes Atelier. Seit November hat die gebürtige Niedersächsin im kleinen Ort, der zur Gemeinde Damshagen gehört, auch ihre eigene Wohnung. „Wir sind in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig in dieser Region im Urlaub gewesen. Ich genieße die Ruhe hier. Die Großstadt ist nichts mehr für mich“, erklärt die Künstlerin. Ihr Mann wohnt dagegen weiterhin in Hannover. Der Grund: „Er möchte noch ein wenig arbeiten.“

Seit dem Frühjahr betreibt Jacobi-Doil zusammen mit Gabriele Otto, einer weiteren Künstlerin aus Kussow, das „Atelier No. 9“ – unmittelbar neben dem Steinzeitdorf. Zur Veranstaltungsreihe „Kunst offen“ hatten sich beide zusammengetan. Seitdem veranstalten sie einmal im Monat die „Kussow Kunstwochenenden“. Die Ausstellung findet morgen und übermorgen (jeweils 11 bis 20 Uhr) ein letztes Mal in diesem Jahr statt. Jacobi-Doil, die neben Kunst auf Lehramt auch Grafikdesign studiert hat, präsentiert dabei vor allem ihre großformatigen Ölmalereien, aber auch Radierungen. Darauf sind Menschen, Porträts oder Stillleben zu sehen. „Ich arbeite sehr naturalistisch, manchmal aber auch etwas entfremdet und aus dem Zusammenhang gerissen“, beschreibt sie. In ihren Werken verarbeite sie ihre Träume, Filme oder Bilder. Sie gestaltet aber auch themenbezogen: Für ihr neuestes Projekt „Der Fischer und seine Frau“ hat sie bereits einige Malereien angefertigt.

Ihre Partnerin Gabriele Otto besticht im „Atelier No. 9“ dagegen mit Mosaikarbeiten und einigen Grafiken. Hinzu kommen drei temporäre Gastkünstler, die in der Pflasterhalle ausstellen: Karin Ringe zeigt Malereien, Hartmut Bogen Steininstallationen und Falk Bartel Glasarbeiten.

Daniel Heidmann

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