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Weinparadies: Nach 15 Jahren ist Schluss

Boltenhagen Weinparadies: Nach 15 Jahren ist Schluss

Neugierig wirft Anita Schneider einen Blick durch die Glastür. Sie schaut ins Innere ihres ehemaligen Ladens. Der Raum ist leer.

Boltenhagen. Neugierig wirft Anita Schneider einen Blick durch die Glastür. Sie schaut ins Innere ihres ehemaligen Ladens. Der Raum ist leer. Baumaterial ziert den Boden.

 

OZ-Bild

Anita Schneider vor ihrem ehemaligen Geschäft in Boltenhagen.

Ich möchte mich bei allen Kunden für die jahrelange Treue bedanken.“Anita Schneider

„Es war nicht einfach, das Geschäft aufzugeben“, erzählt sie. Bis zum 29. Februar befand sich hinter der Tür in der Ostseeallee in Boltenhagen ihr „Weinparadies“. Doch nach über 15 Jahren ist Schluss.

„Mir wurde alles ein wenig zu viel“, sagt Anita Schneider. Neben dem Weingeschäft im Ostseebad betreibt sie noch eine Appartement-Vermietung in Klütz und ist sozial sehr engagiert. „Ich musste irgendwo Abstriche machen“, meint Schneider. Ihre Entscheidung, das „Weinparadies“ aufzugeben, fällte sie auch ihrem Mann Ronald zu Liebe. „Auch er will die nächsten Jahre ruhiger treten.“

Bis ins Jahr 2000 war Anita Schneider als Weinberaterin auf den großen Messen in Deutschland unterwegs. Darum blieben die Kinder oftmals allein zu Hause. „Da kam die Idee, dass ich mich selbstständig mache“, erzählt Schneider. Doch den Traum von einem eigenen Weinladen hatte sie nie, wie sie zugibt. Eigentlich wollte die Klützerin eine eigene Pension leiten. Aus ihrem Vorhaben wurde nichts. Doch damals wurde gerade der Komplex in der Ostseeallee fertig. Neben Wohnungen wurden für das Erdgeschoss auch Geschäfte gesucht. „Ein Makler hat mir die Fläche angeboten“, sagt Schneider. Sie ergriff die Chance.

Am 1. August 2000 eröffnete sie das „Weinparadies“. Zum Sortiment gehörten Sekte, Biere, Liköre und selbstverständlich Weine. Bis zu 1800 verschiedene Flaschen hatte Schneider in ihrem rund 50 Quadratmeter großen Laden im Angebot. Die Tropfen kamen aus der ganzen Welt. Einer der edelsten war der „Yarden“ aus Israel, der an den Golanhöhen angebaut wird. „Der kostet über 1000 Euro“, sagt die Expertin, die selbst Weißwein dem „Roten“ vorzieht.

Rückblickend spricht Anita Schneider von „schönen Jahren“. „Ich möchte mich bei allen Kunden, vor allem meinen Stammkunden, für die jahrelange Treue bedanken“, sagt sie. Gleichzeitig betont sie, dass es ihr Leid tut. „Viele haben die Schließung bedauert.“ Sie werde die Gespräche und die familiäre Atmosphäre vermissen. Doch der Wein bleibt: Etwa 800 Flaschen aus ihrem Sortiment hat sie übernommen.

Diese bietet sie nun in ihrer Appartement-Vermietung „Haus Marianna“ in Klütz an.

Von Daniel Heidmann

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