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„Wir sollten der Firma eine Chance geben“

Klütz „Wir sollten der Firma eine Chance geben“

Nach der Kritik an der Arbeit des Amtsbauhof-Nachfolgers bitten Guntram Jung und Mandy Krüger um Nachsicht

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In Klütz sorgte der zugewucherte Spielplatz am Güldenhorn für Verärgerung bei Anwohnern.

Klütz. Nach der Schließung des Amtsbauhofes in Klütz zum 1. April sorgt die Arbeit der jetzt beauftragten Firma weiter für Ärger. Einwohner von Klütz und Damshagen beschweren sich über ein ungepflegtes Erscheinungsbild (OZ berichtete). Aber auch außerhalb schlägt das Thema hohe Wellen. Auf Facebook kommentierte Olaf Claus, Gemeindevertreter in Boltenhagen, die Missstände und wies auf die Folgen hin: „Es gibt einen Bauhof in Boltenhagen. Das reicht nicht aus für einen Amtsbereich, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den ,Klützer Winkel’ zu einer Marke in der Tourismusregion zu entwickeln.“

OZ-Bild

Nach der Kritik an der Arbeit des Amtsbauhof-Nachfolgers bitten Guntram Jung und Mandy Krüger um Nachsicht

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Der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU) reagiert auf diese Aussage gelassen. „Wenn man eine Kurverwaltung hat, die den Bauhof betreibt, lässt sich das von außen immer wunderbar kommentieren.“

Zwar sei auch Jung mit der Arbeit der Gartenbaufirma aus Schwerin aktuell nicht zufrieden. Doch er habe nach den ersten Wochen nicht mehr erwartet. Es seien Lernprozesse nötig. Und nicht nur die Firma scheint Versäumnisse gemacht zu haben. „Womöglich hat sich die Firma auch nur an die Ausschreibung gehalten“, erklärt Jung. Er vermutet, dass einige Flächen, die jetzt für Ärger sorgen, in der entsprechenden Ausschreibung des Amtes Klützer Winkel gar nicht aufgetaucht sind. Dennoch: „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir zufrieden sein werden.“

Doch bei allem Ärger über die schlechte Arbeit der Firma in Klütz und Damshagen, nimmt Guntram Jung auch die Privatpersonen in die Pflicht. „Es sind teilweise Meldungen eingegangen, bei denen die Leute für die Pflege selbst verantwortlich sind“, merkt er an.

Auch Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger (ptl.) hat mehrfach Kritik erreicht. Doch sie nimmt die Firma (noch) in Schutz. „Wir sollten fair sein und ihr eine Chance geben.“ Denn im Damshagener Gemeindegebiet habe der Ärger schon viel früher begonnen. „Auch der Amtsbauhof hat hier 2015 fast nichts mehr gemacht“, schildert sie. Ein Grund sei die veraltete, zum Teil nicht mehr funktionsfähige Technik gewesen. Es sei deshalb viel liegen geblieben. Zudem wuchere es dieses Jahr besonders. Die Firma sei jetzt dabei, das aufzuarbeiten. „Wir hoffen, dass es besser wird und werden das beobachten. Es sollte aber ein Abmahnsystem existieren“, sagt Krüger.

Dass das Erscheinungsbild der Städte und Kommunen für den Tourismus im Klützer Winkel von großer Bedeutung ist, darüber sind sich die Bürgermeister des Amtsbereiches einig. Doch während Klütz und Damshagen auf eine Firma setzen, haben die Gemeinden Kalkhorst, Hohenkirchen und Zierow Mitarbeiter eingestellt, um die Verantwortung in eigenen Händen zu behalten. In Boltenhagen arbeitet ein Bauhof. „Ich empfinde es so, dass die Wege und die Kommunikation auf diese Weise kürzer sind“, sagt Hohenkirchens Bürgermeister Jan van Leeuwen. Erreicht ihn ein Hinweis, werde jemand beauftragt, sich darum zu kümmern. Das würde sich über Dritte komplizierter gestalten. Auch in Kalkhorst sorgen drei fest angestellte Mitarbeiter für Sauberkeit und Ordnung. „Das funktioniert bei uns seit zehn Jahren sehr gut“, berichtet Dietrich Neick. Die Gemeinde habe auch schon Erfahrungen mit einer Firma gesammelt. „Damit waren wir unzufrieden.“ Letztlich, so Neick weiter, sei die Beauftragung einer Firma auch nicht billiger als Gemeindearbeiter einzustellen.

Daniel Heidmann

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