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Wohnprojekte für Familien und Senioren

Klütz Wohnprojekte für Familien und Senioren

Im September werden in Klütz erste Mieter ins Mehrgenerationenhaus und in Wohngruppen des DRK einziehen

Klütz. In Klütz finden ab September 24 Senioren eine Heimat in einem modernen Wohnprojekt. In Wohngruppen von jeweils zwölf Personen leben die Damen und Herren dann gemeinsam auf jeweils einer Etage des neu gebauten Wohngruppenhauses des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das Haus ist gedacht für Menschen, die eine niedrige Pflegestufe haben und noch vieles im Alltag selber erledigen können, gelegentlich aber Unterstützung benötigen. Ihr Wohngruppenhaus steht in direkter Nachbarschaft zur neuen Kita in Klütz und einem Mehrgenerationenhaus, das ebenfalls im September bezogen wird.

Petra Müller, Geschäftsführerin der DRK-Pflegeeinrichtungen MV gGmbH, ist vollkommen begeistert, während sie durch die fast fertigen Räume geht. Beim Rundgang durch das Pflegewohnhaus zeigt sie zuerst den Gemeinschaftsbereich mit großer Küche, offenem Esszimmer und durch einen Raumteiler etwas abgetrennt einen Wohnbereich mit Sesseln, Sofas und einem Fernseher. „Jeder Mieter hat seine eigene kleine Wohnung, sie sollen aber viel Zeit gemeinsam verbringen und sich gegenseitig fordern und unterstützen“, sagt Petra Müller. „Hier vereinsamt bestimmt niemand“, fügt sie hinzu.

Beim gemeinsamen Kochen oder bei Freizeitaktivitäten sollen die Mieter ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten möglichst lange erhalten, auch wenn sie bereits eine Pflegestufe haben. „Sie sind nicht schwerst pflegebedürftig. Wer noch Kartoffeln oder Obst schälen kann, soll das hier gerne machen“, nennt Petra Müller ein Beispiel von Aufgaben, die in einem Pflegeheim vom Personal übernommen werden, auch wenn der Bewohner sie noch selber erledigen könnte. Auch gemeinschaftliche Waschmaschinen werden selber bedient und wer kann soll auch selber bügeln. Unterstützung bekommen die künftigen Mieter von so genannten Präsenzkräften. „Die eigentliche Pflege übernehmen ambulante Dienste, die die Mieter ins Haus bestellen“, sagt Müller. Eine Pflegestufe sei keine Bedingung für die Mieter, die eine der beiden Wohngruppen einziehen möchten. „Es wäre aber schön, wenn pro Gruppe drei Bewohner mit Pflegestufe hier wären. Dann könnten wir Wohngruppengeld beantragen, das die Kosten jedes Mieters senkt“, sagt Petra Müller. Die Kosten für einen Platz in der Wohngruppe setzen sich aus der eigentlichen Miete, dem Haushaltsgeld, das in eine gemeinsame Kasse fließt, und einer Betreuungspauschale für die Präsenzkräfte zusammen. Um die 1000 Euro monatlich kostet somit ein Platz in der Wohngruppe, die vieles selber organisieren und auch über neue Mitbewohner entscheiden können soll.

Petra Müller geht davon aus, dass die Mieter lange in den WGs wohnen können und nicht in ein Pflegeheim umziehen müssen. „Wenn jemand gesundheitlich abbaut oder etwas tüdelig wird, wird das die Gemeinschaft auffangen“, ist sie sicher.

Die eigenen Wohnungen im Gemeinschaftshaus haben etwa 25 Quadratmeter, in denen die Senioren viel Platz für eigene Möbel haben. Sie verfügen auch über ein eigenes Bad mit ebenerdiger Dusche.

Neben der Gemeinschaft untereinander sollen die Senioren der Wohngruppen auch vom Umfeld profitieren. Besuche vom benachbarten Kindergarten sind schon eingeplant. Auch vom Mehrgenerationenhaus sollen Impulse auf die Seniorenwohngruppen wirken. „Es werden einige jüngere Mieter wie die Tochter einer Mitarbeiterin der Wohnanlage und andere einziehen. Sie werden die älteren Mitbewohner unterstützen oder von ihnen Hilfe bei der Kinderbetreuung bekommen. Eine Frau hat schon angekündigt, sowohl die Senioren als auch den Kindergarten mit ihrem Hund zu besuchen“, schildert Petra Müller, was sich bereits vor dem Einzug der neuen Bewohner abzeichnet.

Für die Seniorenwohngruppen wie für das Mehrgenerationenhaus sollen Anfragen aus der Region vorrangig behandelt werden.

Malte Behnk

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