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Grevesmühlen Brandschützer wetteifern beim Kreisfeuerwehrmarsch
Mecklenburg Grevesmühlen Brandschützer wetteifern beim Kreisfeuerwehrmarsch
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00:00 29.08.2016

Barnekow Mit einem Bollerwagen und vollen Wasserflaschen machten sich Samstagfrüh die Feuerwehrmänner aus Boltenhagen auf den Marsch. Doch was zunächst wie eine kleine Männertour ausgesehen hat, wurde schnell zu einer schweißtreibenden und ernsten Angelegenheit. Denn wie 30 weitere Erwachsenenwehren des Landkreises absolvierten sie beim 21. Kreisfeuerwehrmarsch nicht nur 7,5 Kilometer zu Fuß, sondern mussten auch an fünf Stationen verschiedene Aufgaben rund um das Thema Feuerwehr lösen.

Paul Brincker von der Jugendwehr Cramonshagen/Dalberg/Wendelstorf musste Geräte kennen und auf Zeit aus dem Fahrzeug holen. Quelle: mf

„Bei diesen Temperaturen haben wir zumindest auf die Jacken verzichtet. Aber die Aufgaben mussten trotzdem gelöst werden“, erklärte Kreiswehrführer Torsten Gromm. Die fast 200 Feuerwehrmänner und elf Jugendwehren nahmen es gelassen. „Der olympische Gedanke zählt, wenn wir nicht ganz vorne landen, ist es nicht ganz so schlimm“, erklärte Jan Ole Hennings vom Technischen Hilfswerk aus Gadebusch.

Ganz anders sahen das die Feuerwehrmänner aus Hohen Viecheln. Angetrieben von ihrem aktuellen und gleichzeitig 15. Sieg in Folge beim Amtsausscheid des Löschangriffes hatten sie nichts als eine vordere Platzierung im Visier. „Unter die besten Fünf wollen wir schon kommen. Ein bisschen Ehrgeiz muss vorhanden sein, sonst brauchen wir nicht teilnehmen“, sagte Sven Grebin. Doch die Feuerwehrmänner mussten am Ende einsehen, dass ein mehr als sieben Kilometer langer Marsch mehr abverlangt als der Kreisfeuerwehrausscheid. Denn sowohl die Jugendfeuerwehr als auch die Erwachsenen landeten im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes. „Leider ist ein echter Löschangriff was ganz anderes. Aber Spaß macht es trotzdem“, sagte Grebin.

Mit viel Elan gingen auch die elf Jugendwehren in den Wettkampf und mussten zum Beispiel feuerwehrtechnische Geräte erkennen und von einem Einsatzfahrzeug holen. „Ich musste ein Strahlrohr holen.

Aber ich wusste nicht genau auf welcher Seite es am Auto befestigt ist. Deshalb hat es etwas länger gedauert“, erklärte Paul Brinker von der Feuerwehr Cramonshagen/Dalberg/Wendelstorf. Die Quittung bekamen die Jungs prompt und mussten sich mit einem Platz im Mittelfeld begnügen. „Dieser Kreisfeuerwehrmarsch wird trotzdem immer sehr gut angenommen. Wir steigern damit das Kameradschaftsverhältnis der Wehren untereinander. Bei einem echten Wettkampf ist jeder auf sich fokussiert", erklärte Gromm.

Gromm wies gleichzeitig daraufhin, dass einige Wehren bei einer Katastrophenschutzausbildung in Neukloster weilten und einige Jugendwehren bereits zum Jugendzeltlager in Prora angereist waren. „Wir haben 102 Erwachsenenwehren. Meistens ist die Hälfte hier. Dieses Mal kommt eine Ausbildung dazwischen“, sagte der Kreiswehrführer. Im nächsten Jahr, so hoffe er, sei die Zahl der Teilnehmer wieder höher. Denn: „Etwas Spaß muss sein.“ Ergebnisse Erwachsene: 1. Schönberg, 2. Alt Meteln, 3. Stepenitztal Löschgruppe Papenhusen

Jugendwehren: 1. Schönberg, 2. Stove, 3. Blowatz

Maik Freitag

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