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Grevesmühlen Bücherei soll bekannter werden
Mecklenburg Grevesmühlen Bücherei soll bekannter werden
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00:00 07.02.2018

Seit mehreren Jahrzehnten schon hat Dassow eine eigene Bücherei. Nach einigen Umzügen befindet sich der neue Standort seit 2007 im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Amtsgebäudes. Das ist aber längst nicht allen Dassowern bekannt.

Um es noch mehr in die Öffentlichkeit zu tragen, hatte Andrea Hinrichs als Kulturbeauftragte der Stadt gestern die Bibliothekarin Kerstin Seyer (48) als Gastrednerin der Frühstücksrunde in die Familienbegegnungsstätte eingeladen.

Das gute alte Buch gerät für manche in Vergessenheit. Und das, obwohl das Lesen einer Lektüre auch sehr spannend sein kann, wie die Bibliothekarin den Besuchern erklärte. Diese zeigten sich sehr interessiert. „Es ist eine tolle Sache, dass es in Dassow eine Bibliothek gibt. Ich habe auch lieber ein Buch in der Hand, als alles auf dem Smartphone zu lesen. Das ist für mich kein Ersatz“, meinte zum Beispiel Peter Ninnemann. Der 74-Jährige war im vergangenen Jahr vom Timmendorfer Strand nach Pötenitz gezogen. Von einer Bücherei in Dassow hatte er bislang keine Kenntnis, davon erfuhr er erst jetzt in der Frühstücksrunde.

„In der Bücherei haben wir derzeit einen Bestand von 8000 Romanen und 3100 Büchern aus der Fachliteratur sowie 4500 Kinder- und Jugendbücher“, erklärte die Bibliothekarin. Für jeden, der gerne liest, sei etwas dabei, wobei es bei ihr darüber hinaus auch einige DVDs und Hörbücher geben würde. Und während Jungs vor allem Sportbücher oder auch Gregs Tagebücher mögen, lesen die Mädchen nach Auskunft von Kerstin Seyer gerne Bücher über Pferde.

Um für die Leserschaft interessant zu bleiben, nutze die Bücherei alle Möglichkeiten, wie die Bibliothekarin weiter ausführte. So gebe sie einmal im Jahr Bestellungen für neue Bücher auf. Je nachdem, was der städtische Haushalt an Budget bewilligt, konnte sie dafür in der Vergangenheit jährlich zwischen 2000 und 3000 Euro ausgeben. Außerdem arbeitet sie mit dem Kreismedienzentrum zusammen, leiht sich auch von dort immer mal wieder einige Bücher aus.

Trotz der neuen Medien ist nach Darstellung der Bibliothekarin die Zahl der Nutzer der Bücherei nicht zurückgegangen. Sie ist mit Neu- und Abgängen in etwa gleich geblieben. Insgesamt sind es derzeit 340 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich in der Dassower Stadtbücherei angemeldet haben. Teilweise nutzen sie sehr intensiv die Ausleihe, einige kommen zwei oder auch drei Mal im Monat hierher.

Gerade einmal fünf Euro müssen Kinder und Rentner zahlen. Dafür können sie ein ganzes Jahr lang Bücher für jeweils vier Wochen ausleihen. Für Erwachsene liegt dieser Betrag bei zehn Euro.

Der nächste Gast in der Frühstücksrunde steht schon fest. Nach Auskunft von Andrea Hinrichs wird es am 6. März Schönbergs Museumsleiter Olaf Both sein, der dann ab 9.30 Uhr den Besuchern Rede und Antwort steht.

Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 13 bis 18 Uhr in der Grevesmühlener Straße 17b

Dirk Hoffmann

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