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„Chef sein ist eine Charakterfrage“

Boltenhagen „Chef sein ist eine Charakterfrage“

Kurdirektorin Claudia Hörl über Motivation und Machos.

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Kurdirektorin Claudia Hörl

Boltenhagen. Einen eiskalten Amtsantritt als Boltenhagens Kurdirektorin legte Claudia Hörl hin. Am 1. Januar 2012 — ihrem ersten Arbeitstag — stürzte sich die 42-Jährige beim Neujahrsbaden in die Fluten. Dann begann es, das Behaupten. „Grundsätzlich ist das nicht schwer, solange man klar formuliert, was man vorhat und erwartet“, sagt sie. Dennoch: Die Wahrnehmung als männlicher Chef sei ihrer Meinung nach vielleicht etwas anders. „Frauen werden eher auf ihr Äußeres reduziert, das finde ich überflüssig. Männern sagt man nach, dass sie kritisch oder streitbar sind, wenn sie ihre Meinung klar äußern und sie verteidigen. Frauen hingegen werden schnell als zickig verschrien. Das ist albern“, meint sie.

Vorteile als Frau im Chefsessel sehe sie nicht. „Wer Entscheidungen fällen mag, klar für seine Vorstellungen einsteht, Verständnis für Mitarbeiter aufbringt und motivieren kann, ist sicherlich gut für den Chefsessel, unabhängig davon, ob man Mann oder Frau ist.“ Chef sein — das sei eher eine Charakterfrage und weniger vom Geschlecht abhängig. Einen Kampf der Geschlechter erlebte sie dennoch: „Ich hatte erwartet, dass die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau entwickelt ist und man weniger mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Leider gibt es Männer, die sich mit Frauen in Führungspositionen schwertun und den ,Macho‘ raushängen lassen“, kritisiert sie. „Männer, die die Qualitäten einer Frau in Führungsposition erkennen, sollten anderen Männer auf die Sprünge helfen.

Ich bin schon oft über schlechte Umgangsformen erschrocken gewesen und es fällt mir schwer, diese zu akzeptieren.“ Im Wesen verändert habe sich die Schwerinerin nicht. „Aber ich musste mich mit Situationen auseinandersetzen, in denen ich vorher nicht gewesen bin.“

 



jf

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