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Meinung DENKANSTOSS

Wenn Menschenmengen jubeln und vor Begeisterung singen, tanzen oder auch grölen, hat es seinen Grund in einem außergewöhnlichen Ereignis. Das Besondere daran ist, dass viele Menschen gleichzeitig davon angesprochen beziehungsweise angezogen werden, die gemeinsame Hoffnungen und Erwartungen haben.

Fußballspieler, Stars aus der Film- und Musikbranche, manchmal auch Politiker (die scheinbar das Wohl der Masse im Auge haben), charismatische Menschen wie seinerzeit Gandhi, heute Joyce Meyers, und nicht zuletzt der gerade gewählte Papst Franziskus, der ohne Weiteres Tausende auf den Petersplatz zieht — sie alle sind Träger unserer persönlichen Erwartungen und Wünsche. Manchmal projizieren wir mehr in sie hinein, als sie erfüllen können oder wollen. Sie sollen funktionieren wie der Weihnachtsmann, der genau das aus seinem Wundersack holt, was wir uns gewünscht haben.

Immer wieder, das zeigt die Geschichte, waren Menschenmassen euphorisiert. Aber was, wenn die Hoffnungen nicht erfüllt werden? Wie schnell wird aus Begeisterung Wut und Hass? Jesus musste vor rund 2000 Jahren dieses Szenario erleben. Das Volk hatte ihn zum „König“ stilisiert und erwartete von ihm die Änderung der politischen Verhältnisse in Palästina. Als er in die Stadt Jerusalem einzog, waren sie sicher verdutzt, denn: er kam auf einem Esel, statt auf einem prächtigen Pferd. Aber was wir nicht sehen wollen, sehen wir auch nicht — also haben sie ihn trotzdem wie einen König empfangen: ihm mit Palmenzweigen zugewunken und ihn bejubelt. Es ist der Beginn des schwersten Weges, den Jesus vor sich hat. Aber niemand merkt es.

Am Palmsonntag erinnern wir uns an dieses Ereignis. Er ist der Beginn der Kar-Woche. „Kar“ leitet sich vom mittelalterlichen Wort Wehklage, Sorge ab, das sich heute noch in dem englischen Wort „care“

findet.

Wir haben das große Glück, dass wir zurückschauen und uns ein klares Bild machen können von den Geschehnissen und ihrem Sinn. Wir können reflektieren und auswerten und uns entscheiden — für ein Leben ohne oder mit Jesus. Aber auch wir stehen in der Gefahr, von ihm das zu erwarten, was wir für richtig und gerecht erachten. Vertrauen wir ihm! „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“ (Sprüche 3,5-6)

OZ

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