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Grevesmühlen „Das war schon reine Knochenarbeit“
Mecklenburg Grevesmühlen „Das war schon reine Knochenarbeit“
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00:23 08.03.2018
Die Mannschaft aus der Taklerei der Wismarer Werft, Bernd Buntrock (Mitte hockend) hat von 1979 bis 1991 dort gearbeitet.
Wismar/Grevesmühlen

Die Taklerei der Mathias-Thesen-Werft gibt es schon längst nicht mehr. Doch die ehemaligen Kollegen treffen sich immer noch. „Einmal im Jahr reden wir über die alten Zeiten, eigentlich immer über dieselben Sachen. Aber das macht nichts“, sagt Bernd Buntrock aus Grevesmühlen. Der 55-Jährige arbeitet heute in Lübeck. „Aber immer noch in derselben Branche.“ Allerdings rüstet er heute keine sowjetischen Frachtschiffe mehr mit Tauen und Kabeln aus, sondern Yachten und Firmen.

Probefahrt auf der Ostsee mit neuer Takelage. Quelle: Fotos: Bernd Buntrock
Bernd Buntrock Quelle: Foto: M. P.

1979 hat Bernd Buntrock in der Taklerei der Werft in Wismar begonnen. „Eigentlich habe ich in der Schlosserei eine Lehre begonnen, aber nach sechs Wochen haben sie gefragt, wer in die Taklerei will.

Und da ich sowieso aufs Wasser wollte, habe ich mich gemeldet.“ Denn die Männer aus der Taklerei waren mit dabei, wenn die Schiffe auf der Ostsee erprobt wurden. „Das war schon was Besonderes“, erinnert sich der Grevesmühlener an die Zeit in Wismar. Mit dem Werftbus ging es zur Schicht. Dann in die Werkstatt. Die Seile kamen in dicken Rollen, die Männer mussten sie für die Schiffe auf Länge bringen. Knochenarbeit, die Kraft und ein gutes Auge verlangte. Denn überall auf den Schiffen wurden Taue gebraucht. „Selbst die Rettungsboote kamen blank an. Es gab nichts, wo wir nicht gearbeitet haben.“ Bei den Stapelläufen mussten die Schlitten vertäut werden, zusammen mit den Zimmerleuten waren sie verantwortlich dafür, dass alles glattlief. „Ich erinnere mich immer noch gern an die Zeit.

Und ich hoffe, dass der Schiffbau in Wismar wieder auf die Beine kommt. Sieht ja gut aus im Moment.“

M. Prochnow

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