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Dassower Verein erinnert an bedeutenden Landschaftsmaler

Dassow Dassower Verein erinnert an bedeutenden Landschaftsmaler

Die Heimat prägte den gebürtigen Rosenhagener Karl Lorenz Rettich

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Der 1841 in Rosenhagen geborene Karl Lorenz Rettich malte 1892 das Bild „Blick auf den Grenzweg und das Hohe Ufer“.

Quelle: Foto: Kunstmuseum Ahrenshoop

Dassow. Er gehört zu den bedeutenden deutschen Landschaftsmalern. Seine Werke wurden regelmäßig in Ausstellungen der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, in den „Großen Berliner Kunstausstellungen“ und im Münchener Glaspalast gezeigt. Doch in der Gegend, in der er aufwuchs, ist er heute kaum bekannt: Karl Lorenz Rettich, 1841 in Rosenhagen geboren, dem heutigen Ortsteil der Stadt Dassow. An ihn erinnert jetzt ein Beitrag der Dassower Hefte, die der Heimat- und Tourismusverein „Tor zur Ostsee“ herausgibt. In der aktuellen, 20. Ausgabe heißt es über den Maler, der einen Großteil seiner Kindheit und Jugend in Rosenhagen verbrachte: „Schon früh hatte er hier eine enge Bindung zur mecklenburgischen Küstenlandschaft und zur Ostsee“.

Karl Lorenz Rettich wuchs als Gutsbesitzersohn auf. Sein älterer Bruder Meno Rettich gehörte von 1893 bis 1907 dem Reichstag als Abgeordneter der Deutschkonservativen Partei an. Beide Brüder besuchten das Katharineum in Lübeck. Meno Rettich übernahm 1868 das Gut in Rosenhagen. Sein Bruder studierte zunächst auf Wunsch des Vaters Jura. Doch Karl Lorenz Rettich wendete sich mehr und mehr der Malerei zu. Schließlich schrieb er sich an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar ein. Er lernte von bekannten Künstlern wie Arnold Böcklin, Franz Seraph Lenbach und Theodor Hagen, unternahm Studienreisen nach Italien, Schweden und Norwegen, kehrte nach dem Studium wieder an die Ostsee zurück, wohnte in Graal und in Lübeck und unterhielt Kontakte zur Ahrenshooper Künstlerkolonie. Das aktuelle Dassower Heft gibt eine Würdigung der Rostocker Zeitung wieder, die nach Rettichs Tod schrieb: „Die deutsche Kunst verlor mit ihm einen der besten Schilderer der von der Ostsee umrauschten norddeutschen Landschaft. Er war ein Mann von seltener Schaffenskraft und Arbeitsfreudigkeit, die Zahl seiner Bilder ist außerordentlich groß.“ Erhalten geblieben ist auch ein Bild, das den Dassower See mit dem Marienstein am Ufer zeigt.

Andere Beiträge im Dassower Heft 20 widmen sich der Stadt in der Zeit des Zweiten Weltkriegs, Erinnerungen an eine Kindheit im „Fischerende“ und vielen weiteren Themen. Die aktuelle Ausgabe ist in Dassow im Schreibwarengeschäft Westphal, Friedensstraße 16, zu haben. Es kann auch vom Heimat- und Tourismusverein Dassow bezogen werden: E-Mail info@dassow-tourismus.de, Telefon ☎ 03

8826 / 974012. Mitglieder des Vereins erhalten das Heft kostenlos.

Das Dassower Heft Nummer 20 kostet 4,50 Euro.

Jürgen Lenz

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