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Dauerregen verhindert Fußballfest in Schönberg

Schönberg Dauerregen verhindert Fußballfest in Schönberg

Am Freitag trafen zwei der sportlich stärksten Fußballclubs in MV in Schönberg aufeinander / Aber nur 521 Fans erlebten die Partie im Palmberg-Station

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Das Kinderfest musste aufgrund der Witterung ausfallen, heftiger Regen fiel kurz vor dem Anpfiff.

Schönberg. Es sollte ein Fußballfest mit vielen Zuschauern werden. Doch das Wetter machte dem FC Schönberg 95 einen Strich durch die Rechnung. Das zweite Testspiel und die offiziellen Saisoneröffnung gegen Drittligist FC Hansa Rostock lockten am Freitagabend nur 521 Zuschauer ins Palmbergstadion. Der Grund: Das Wetter.

 

OZ-Bild

Wenn Hansa hierher kommt, ist das für mich immer ein Highlight. Hansa ist das Aushängeschild der Region.“ Dirk Fehlhauer

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Gut drei Stunden vor dem Anpfiff fing es an, in Strömen zu regnen. Zwei Stunden lang. „Das ist total ärgerlich, weil uns der Regen sicher ein paar Hundert Zuschauer gekostet hat“, schätzt Wilfried Rohloff, Vorsitzende des FC Schönberg 95. Auf dem Vorplatz stand gut zwei Stunden vor der Partie eine Riesenpfütze. Zwischenzeitlich stand das Spiel sogar auf der Kippe. Letztendlich konnte die Partie aber doch angepfiffen werden. Das Kinderfest fiel dagegen ins Wasser. Die Bowlingbahn, die Hüpfburg und der Torschussautomat – alles umsonst aufgebaut. „Wir haben es versucht, aber es ging nicht. Da stecken überall elektronische Geräte drin. Das ist zu gefährlich“, so Rohloff.

Vor sechs Wochen standen sich der FC Schönberg 95 und Drittligist Hansa Rostock das letzte Mal gegenüber. Damals unterlag der Regionalligist im Landespokalfinalniederlage (3:4 nach Elfmeterschießen) nur knapp. Diesmal war das Ergebnis deutlicher. 1:4 hieß aus Schönberger Sicht. Kerstin Thoewe (51) strahlte. Sie kam aus Rostock zum Spiel, war auch beim Endspiel in Neustrelitz dabei und vom Auftritt der Grün-Weißen dort beeindruckt. „Deshalb wollte ich mir die Mannschaft noch mal anschauen. Zumal ich auch noch nie in Schönberg war.“ Seit fünf Jahren drückt Thoewe Hansa ganz fest die Daumen. Wenn ihr Herz nicht schon für Hansa schlagen würde, sagt sie, „könnte ich glatt Schönbergfan werden.“

Weniger zufrieden schaute Jens Pathendorf drein. Er war mit einem mobilen Fanshop im Palmbergstadion. Der Weg aus Rostock hat sich für ihn nicht gelohnt, denn nur wenige Hansafans wollten Fanartikel kaufen. „Das war bei dem schlechten Wetter zu erwarten“, sagt der 49-Jährige.

Ein besonderes Spiel war es dagegen für Dirk Fehlhauer. Er ist seit 30 Jahren großer Hansafan, hat aber auch Symphatien für den FC Schönberg 95, für den er selbst einmal gespielt hat. „Wenn Hansa hierher kommt, ist das für mich immer etwas Spezielles. Hansa ist schließlich das Aushängeschild der Region.“

Für Jens Kantorzik war die Partie gegen Hansa ein ganz normales Vorbereitungsspiel. „Rostock ist für viele hier sicher ein Highlight, für mich aber nichts Besonderes mehr.“

Das sieht Palmberg-Geschäftsführer Uwe Blaumann, der Hauptsponsor des FC Schönberg ist, ähnlich. „Es ist trister Alltag, wenn Hansa in Schönberg spielt.“ Aus Sicht von Blaumann ist es traurig, was aus dem ehemaligen Bundesligisten geworden ist. Er freut sich auf die neue Saison des FC Schönberg 95 und hat bereits zwei Dauerkarten bestellt. „Ich traue der Mannschaft zu, dass sie eine ähnliche Rolle wie in der vergangenen Saison spielt“, als der Aufsteiger Fünfzehnter wurde.

Überrascht waren viele Besucher über das hohe Polizeiaufgebot. Für die Sicherheitskräfte war die Partie offiziell ein „Freundschaftsspiel mit Volksfestcharakter“, sagt Heiko Petermann, Leiter des Polizeireviers Grevesmühlen. 39 Beamte waren vor Ort. Für so ein Spiel nicht viel, so Petermann. Sogar ein Hubschrauber kreiste über dem Palmberg-Stadion. „Um Bildaufnahmen zu machen und als Vorbereitung auf die kommende Saison.“ Die Polizei erwartet in der kommenden Regionalligasaison Spiele mit einiger Brisanz in Schönberg, wie Petermann es nennt.

Steffen Oldörp

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