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Daumen hoch für den Umbau: Kinderstation wird erneuert

Wismar Daumen hoch für den Umbau: Kinderstation wird erneuert

4,8 Millionen Euro kostet das Vorhaben im Sana Hanse-Klinikum, knapp die Hälfte davon fördert das Land / Fertigstellung für Herbst 2017 geplant / Der Betrieb läuft weiter

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Freuen sich, dass ihre Kinderklinik endlich umgebaut wird (v.l.): Dr. Christin Danitz, Chefarzt Dr. Volker Klimpel, Ärztin Anke Niemann und Ärztin Anja Wolter.

Quelle: Fotos: Vanessa Kopp (1), Oz (3)

Wismar. Überfällig, notwendig, dringend! Dass die Kinderklinik des Sana Hanse-Klinikums in Wismar erneuert werden muss, steht außer Frage. Nun kann damit endlich begonnen werden: Sozialministerin Birgit Hesse hat Geschäftsführer Michael Jürgensen gestern den Fördermittelbescheid des Landes über 2,25 Millionen Euro übergeben. Die Gesamtkosten für die Modernisierung betragen 4,8 Millionen Euro, die zweite Hälfte des Betrages übernimmt der Sana-Konzern. Zudem wird von dem Geld der Brandschutz erneuert. Ist das alles geschafft, ist das Klinikum durchsaniert.

OZ-Bild

4,8 Millionen Euro kostet das Vorhaben im Sana Hanse-Klinikum, knapp die Hälfte davon fördert das Land / Fertigstellung für Herbst 2017 geplant / Der Betrieb läuft weiter

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„Die Situation ist so nicht mehr tragbar“, sagt Kinderärztin Dr. Christin Danitz. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer zu warm. Die Fenster sind zugig, der Platz zu eng und die Sanitäranlagen sanierungsbedürftig. „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht“, sagt die Ärztin. „Die Eltern haben sich verständlicherweise bei uns beschwert, doch wir konnten die Situation nicht ändern.“

Der Umbau wird während des laufenden Betriebs in zwei Bauabschnitten erfolgen. Geplant ist, dass die neue Station im Herbst 2017 fertig sein soll. Der benachbarte alte Kreißsaal wird darin integriert, wodurch sich die Fläche um 300 Quadratmeter auf insgesamt 860 vergrößert. Die Zimmer werden modern und zum Teil mit eigenem Bad mit Dusche für die jugendlichen Patienten ausgestattet.

Dazu werden Baby- und Eltern-Kind-Zimmer eingerichtet. Für Kinder mit hoch ansteckenden Krankheiten wird es künftig ein Isolierzimmer mit Vorschleuse geben. Eines der Zimmer wird rollstuhlgerecht eingerichtet.

Eine weitere Neuerung: Es wird Schlafmöglichkeiten für die Eltern und ein eigenes Bad für die Erwachsenen geben. „Das ist wichtig“, erklärt Christin Danitz. „Es ist für Eltern schon belastend genug, wenn das Kind im Krankenhaus liegt.“ Deshalb sollte das Umfeld auch für die Erwachsenen stimmen. „Für die Kleinen wird außerdem ein Spielzimmer eingerichtet. Das gab es bisher auch noch nicht.“ Weitere Verbesserungen: ein großer Aufnahmebereich, viele neue Untersuchungszimmer, ein Wartezimmer und ein Sonografiezimmer für Ultraschalluntersuchungen. Die Anzahl der Patientenzimmer steigt von neun auf zehn. Alles Punkte, die von den Eltern bisher bemängelt wurden. So auch Anfang Juli von Christian Krüger aus Zierow (die OZ berichtete). Er nahm seinen anderthalb Jahre alten Sohn vorzeitig aus der Klinik mit nach Hause, da die Situation für ihn „schlichtweg nicht hinnehmbar war“.

„Unsere Kinderklinik hat es verdient, schick gemacht zu werden“, betont Jürgensen. „Wir werden dann eine neue Geburtshilfe und eine neue Kinderklinik haben. Das gibt es nicht mehr in vielen Krankenhäusern im Land.“ Davor heißt es allerdings Ärmel hochkrempeln. „Und das, obwohl Kinderkliniken an sich schon eine logistische Herausforderung sind.“ Es wird ein Umbau am offenen Herzen, wie Sozialministerin Hesse die Situation beschreibt. Der genaue Plan für die Bauarbeiten werde in den kommenden Wochen gemacht.

Bürgermeister Thomas Beyer, Mitglied des Aufsichtsrates der Hanse-Klinik, freut sich, dass der Standort Wismar dadurch zeitgemäß bleibt. Der Erhalt der Kinderklinik sei stets Bedingung gewesen, doch müsse dafür auch der Zustand stimmen. „Es wird genau so, wie wir uns das vorgestellt haben“, lautet sein Fazit. Und die Geburtenrate steigt auch wieder in und um Wismar.

Das Klinikum in Zahlen

47 149 Patienten wurden im Jahr 2015 im Wismarer Klinikum behandelt. 480 Betten stehen dafür zur Verfügung. Im Haus untergebracht sind 13 Fachabteilungen.

Das Sana-Klinikum in Wismar zählt somit zu den großen Kliniken der Maximalversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Mit 963 Mitarbeitern und einem Umsatz von 71,6 Millionen Euro gehört das Klinikum außerdem zu den größten Arbeitgebern in und um Wismar. Seit Mitte März 2012 ist das Klinikum Teil des Sana Kliniken Verbundes, die drittgrößte Klinikgruppe Deutschlands. Zur Sana Kliniken AG zählen bundesweit 48 Krankenhäuser.

Vanessa Kopp

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