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Der neue Stolz der Herrnburger Wehr

Herrnburg Der neue Stolz der Herrnburger Wehr

Gemeinde investiert 620000 Euro in den Kauf eines Drehleiterfahrzeugs

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Ein neues Drehleiterfahrzeug steht im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Herrnburg. Der stellvertretende Wehrführer André Riemer verlas vor Mitgliedern und Gästen der Wehr den Jahresbericht für 2017.

Quelle: Foto: Jürgen Lenz

Herrnburg. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Herrnburger Feuerwehr mit einem 30 Jahre alten, reparaturanfälligen Drehleiterwagen ausrücken musste. Die Gemeinde Lüdersdorf hat für 620000 Euro ein neues Fahrzeug gekauft. Nordwestmecklenburgs stellvertretender Kreiswehrführer Heinz Hinzmann macht klar, wem diese Anschaffung zugute kommt: „Glückwunsch an die Bevölkerung: Ihr könnt euch jetzt noch sicherer fühlen.“

Ähnlich äußert sich der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU). Er sagt, die Anschaffung sei „eine Investition in die Sicherheit der Bürger.“

Mit dem Kauf setzt die Gemeinde Lüdersdorf eine Reihe von Investitionen fort, die sich aus ihrem Gefahrenabwehrbedarfsplan ergeben. Vor knapp einem Jahr übergab der Bürgermeister die Schlüssel für zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge und drei Mannschaftstransportwagen für die Ortswehren. Gemeindevertreter Bernhard Strutz (Wählergemeinschaft Bürger für Lüdersdorf) sagt: „Wir sind erfreut darüber, dass einige wichtige Punkte des Gefahrenabwehrbedarfsplans bereits abgearbeitet wurden.“

Den Schlüssel für das neue Drehleiterfahrzeug übergab Wolfgang Sckerl vom Hersteller Rosenbauer während der Jahreshauptversammlung der Herrnburger Wehr an Erhard Huzel, der ihn an Oliver Boest weitergab. „Der Weg der Beschaffung war lang“, erläuterte der Herrnburger Wehrführer. Die Wehr sei stolz auf das Fahrzeug. Auch den Gemeindevertretern sei klar gewesen, dass eine einsatzfähige Drehleiter vorgehalten werden muss. Etwas über die Hälfte des Kaufpreises zahlt die Gemeinde aus ihrer eigenen Kasse. Den Rest steuern das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Nordwestmecklenburg bei.

Der stellvertretende Wehrführer André Riemer führt im Jahresbericht aus: „Auch wenn das Thema Feuerwehr in der Zukunft für Diskussionen sorgen wird, da es gerade finanziell eine große Herausforderung darstellt, möchte ich darauf hinweisen, dass die Gemeinde in die Sicherheit ihrer Bürger investiert. Wir sind ,nur’ diejenigen, die diese Technik benutzen dürfen.“ 2017 wurde die Wehr zu 58

Einsätzen alarmiert. „Dabei handelte es sich um 26 Brandeinsätze und 32 Hilfeleistungseinsätze“, heißt es im Jahresbericht. Kein Einsatz gleiche dem anderen und niemals könne die Feuerwehr von Routine sprechen. Verlassen könne sich die Herrnburger Wehr auf die Unterstützung der vier anderen Ortswehren in der Gemeinde Lüdersdorf und der Wehren aus Nachbargemeinden wie Selmsdorf.

Zu den insgesamt 1194 Einsatzstunden kommt für die Mitglieder der Herrnburger Wehr viel Zeit für Nachbereitung und Reinigen, für Ausbildung, Weiterbildung und Wettbewerbe hinzu. Außerdem unterstützt die Feuerwehr ihren Förderverein, wenn es darum geht, Osterfeuer, Sommerfeste und Laternenumzüge zu organisieren. Hinzu kamen in den vergangenen Monaten besondere Schulungen von Mitgliedern der Wehr: Sie lernten mit dem neuen Drehleiterfahrzeug umzugehen.

Jürgen Lenz

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