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Grevesmühlen Deutsche und Letten wie eine Familie
Mecklenburg Grevesmühlen Deutsche und Letten wie eine Familie
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00:01 12.12.2017
„Es hat sich so angefühlt, dass man nicht erst seit gestern da ist, sondern sich schon lange kennt.Tom Luca Langenau (15), Schüler in Dassow
Dassow/Grobina

Es ist eine besondere Erfahrung, die Schüler und Erwachsene aus Dassow und umliegenden Orten in der lettischen Partnerstadt Grobina gemacht haben. „Es hat sich so angefühlt, dass man nicht erst seit gestern da ist, sondern sich schon lange kennt“, sagt Tom Luca Langenau (15). Die 16-Jährige Virginia Langenau berichtet: „Ich habe mich wie zu Hause gefühlt.“ Der Vorsitzende des Heimat- und Tourismusvereins Dassow, Hans Espenschied, erzählt: „Gut gefallen hat mir die Herzlichkeit.“ So ging es auch Ivonne Pätzel, die die Projektgruppe „Grobina“ in der Regionalen Schule Dassow leitet. Sie kündigt an: „Ich mache das Projekt weiter.“ Die Lehrerin hat die einige Zeit auf Eis gelegene Schulpartnerschaft zwischen Dassow und Grobina wiederbelebt.

Schüler und Erwachsene aus Dassow sind begeistert von Gastfreundschaft in Grobina

Im Sommer besuchten erstmals seit längerer Zeit wieder Schüler aus Lettland die Stadt in Mecklenburg. Nun waren zehn Schüler aus Dassow in der etwa gleich großen Kommune in Lettland. So soll es nach Ivonne Pätzels Auskunft 2018 wieder sein. Den nächsten Besuch der Dassower plant sie erneut für den Herbst. Jetzt traf sie sich mit Schülern und Hans Espenschied in der Altenteilerkate zu einer Auswertung des Besuchs in Lettland. Der Vorsitzende des Heimat- und Tourismusvereins erklärte: „Es ist das älteste Haus in Dassow. Wir nutzen es als Vereinsheim. Oben ist ein kleines Museum.“

In Grobina sagten Schüler aus Dassow zum Abschied, dass es ihnen sehr gefallen hat und sie ihre Gastfamilien vermissen werden. „Es war der Grundtenor, den wir alle hatten“, erläutert Ivonne Pätzel.

Es habe Momente des Glücks gegeben. Sinn des Austauschs sei vor allem, andere Traditionen und Kulturen kennenzulernen.

Dazu hatten die Jugendlichen aus Dassow und Umgebung acht Tage Zeit. Sie nahmen gemeinsam mit Schülern aus ihren Gastfamilien am Unterricht in Grobina teil, besichtigten Städte, waren in einer Sternwarte und in einem interaktiven Umweltmuseum, in dem sie Aufgaben lösen konnten. Am lettischen Nationalfeiertag erlebten sie ein Konzert. „Es war ein bisschen Gänsehaut an dem Abend“, erzählt Hans Espenschied. Die Schule sei sehr gut mit moderner Computertechnik ausgestattet. Virginia Gottschalk beeindruckte besonders, „dass die Letten sehr verbunden mit ihrem Land sind.“ Was Tom Luca Langenau besonders gefiel: „Die Gastfamilie war sehr nett.“ Andere Schüler loben, die Familien hätten viel mit ihnen unternommen. Sie hätten die Besucher aus Dassow und Umgebung als Teile ihrer Familien angesehen. In der Schule gebe es ein gutes Miteinander von Schülern und Lehrern.

Hans Espenschied hat als Erinnerung für jeden Schüler eine DVD mit Fotos gebrannt, die während des achttägigen Aufenthalts in Grobina gemacht wurden. Eine Idee von Ivonne Pätzel: Eine Chronik der Schulpartnerschaft erstellen – wie sie begann und wie sich sich entwickelt hat.

Jürgen Lenz

Und wieder kommen wir unserem Ziel, einem Transporter für Grevesmühlens Kinder und Jugendliche, ein großes Stück näher.

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