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Grevesmühlen Gemeinde will überall Handyempfang
Mecklenburg Grevesmühlen Gemeinde will überall Handyempfang
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14:55 07.11.2018
In der Gemeinde Kalkhorst gibt es ein Funkloch, das drei Ortsteile betrifft, die auch bei Urlaubern beliebt sind. Quelle: Frank Söllner
Kalkhorst

Die Gemeinde Kalkhorst hat ein Funkloch, das drei Ortsteile betrifft. In Warnkenhagen, Brook und Elmenhorst kann sich nicht jeder Handybesitzer sicher sein, dass er Empfang hat. Das soll sich bald ändern. Die Gemeinde verhandelt derzeit über den Antrag eines Mobilfunkanbieters, einen Sendemast bauen zu dürfen und seit Juni beschäftigt sich auch eine vierköpfige Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung mit dem Thema.

Vor zwölf Jahren bestand kein Interesse

In der Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstag hatte Gemeindewehrführer Rainer Oppor nach dem Stand der Dinge erkundigt. „Die Gemeindevertretung hat sich über Monate verantwortungsbewusst mit dem Thema beschäftigt“, sagte Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick. Dabei habe man die Interessen aller Einwohner berücksichtigen wollen. „Es möchte jeder guten Empfang haben, aber keine Antenne in der Nähe“, umriss Neick das Problem, das es schon bei einem früheren Antrag eines Mobilfunkanbieters gegeben hatte. „Vor zwölf Jahren waren bei einer Einwohnerversammlung in Warnkenhagen alle Anwesenden gegen den Bau eines Funkmastes“, so Neick.

Einwohner haben Unterschriften gesammelt

Inzwischen hat sich die Situation offenbar verändert. Einwohner aus den betroffenen Ortsteilen haben inzwischen Unterschriften gesammelt und das Problem in einem offenbar emotionalen Brief zusammengefasst. Das erklärte Gemeindevertreterin Susanne Braun, die am Dienstag schilderte, womit sich die Ehrenamtler im Bezug auf das Funkloch in den vergangenen Monaten beschäftigt haben.

Standortfrage ist schwierig

Für sie ging es zunächst um die Standortfrage. Ein Sendemast sollte möglichst auf einer Fläche stehen, die der Gemeinde gehört, damit die Kommune Pachteinnahmen bekommt. Außerdem soll so ein Mast nicht nah an der Wohnbebauung stehen. „Nach dem Antrag im Februar war ein Standort nah der Siedlung von Hohen Schönberg anvisiert. Dort würde der Mast im Blickfeld von der Aussichtsplattform stehen. Das fanden wir nicht gut“, schilderte Susanne Braun.

Geplante Antenne würde Empfang nicht verbessern

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hätten daraufhin beim Mobilfunkanbieter nachgefragt, was für eine Antenne rein technisch auf dem Mast installiert werden soll. „Das hat ergeben, dass eine Richtfunkantenne gebaut werden soll, die nur dazu dient, das vorhandene Netz zu verstärken“, so Braun. „Sie würde den Handyempfang in Brook, Warnkenhagen und Elmenhorst nicht verbessern.“ dafür wäre eine so genannte Sektorenantenne notwendig. Deren Bau sei aber nicht beantragt.

Daher befinde sich die Gemeinde immer noch in Verhandlungen mit dem Mobilfunkanbieter. Der sollte aus Sicht der Kalkhorster beim Bau eines Sendemastes dort auch Antennenplätze für andere Anbieter vermieten, damit jedes Netz guten Empfang in den Ortsteilen bietet. Dietrich Neick betonte: „Wir wollen kurzfristig eine Lösung finden, mit der dann alle leben können.“

Ministerium kämpft gegen Funklöcher

Im Bundesministerium für Verkehr und für digitale Infrastruktur wurde Ende Oktober 2018 eine neue Funkloch-App präsentiert. Das BMVI hatte die Bundesnetzagentur beauftragt, ihre bestehende App zur Breitbandmessung so zu erweitern, dass Bürger Lücken in der Mobilfunkabdeckung melden können – ganz einfach und unbürokratisch.

Die App „Breitbandmessung“ der Bundesnetzagentur ist bedienerfreundlich gestaltet: Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Netzverfügbarkeit erfassen“ startet der Nutzer die Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist – und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technologie gegeben ist. Die erfasste Wegstrecke wird dem Nutzer auf einer Karte dargestellt.

Unter www.breitbandmessung.de auf „Mobil testen“ klicken.

Fakt ist, dass es zum Beispiel Probleme gibt, wenn jemand nah der Küste per Handy einen Notfall melden will. Dann kommt der Anruf häufig in der Leitstelle in Schleswig-Holstein an. Das war so, als sich im Juni Strandbesucher um einen Schwimmer sorgten, der aber unversehrt gefunden wurde.

Malte Behnk

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