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Grevesmühlen Die Glocken werden bald wieder läuten
Mecklenburg Grevesmühlen Die Glocken werden bald wieder läuten
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00:00 11.09.2018
Die Kirche in Schlagsdorf: ein stattlicher Backsteinbau. Kirchenschiff und -chor wurden Ende des 12. Jahrhunderts gebaut, der Turm im 16. Jahrhundert.
Schlagsdorf

Vorbei ist bald die Zeit, in der die Kirchenglocken in Schlagsdorf nicht läuten. Eine Fachfirma wird in den kommenden Monaten den Glockenstuhl erneuern und ein Baubetrieb wird die Stabilität des Kirchturms verbessern. Insgesamt 120000 Euro werden die Arbeiten kosten. Pastorin Hanna Blumenschein hofft, dass die Glocken an Weihnachten wieder erklingen. „Das ist unser Ziel und unser größter Wunsch“, erklärte die Pastorin gestern.

Handwerker erneuern in Schlagsdorf den Glockenstuhl und verbessern die Stabilität des Kirchturms

Weihnachten 2016 und 2017 mussten die Glocken in Schlagsdorf schweigen. Zu groß war die Gefahr für den alten Turm. Die Kirchengemeinde hatte sich dazu entschlossen, kein Risiko einzugehen. Als Ersatz dient seitdem Glockengeläut von einer CD.

Die Kirchenälteste Carola Ladendorf ist froh, dass bald wieder die Glocken zu hören sein werden und die Standfestigkeit des Turms verbessert wird. Sie sagt: „Ich bin dankbar dafür.“ Dankbar und froh macht Carola Ladendorf und Hanna Blumenschein noch etwas: Die Kirchengemeinde Schlagsdorf hat die Hilfe bekommen, ohne die sie das Projekt nicht finanzieren könnte. Die Pastorin erklärt: „Es tragen viele dazu bei, dass es gelingen kann. Wir haben zum Glück viele Unterstützer.“ Der Kirchenkreis Mecklenburg finanziert mit 69000 Euro den größten Anteil. Geld kommt auch aus der Kasse der Kirchengemeinde, von Spendern und von einem Förderverein, der sich seit der Öffnung der innerdeutschen Grenze für den Erhalt der Kirche einsetzt. Er gibt diesmal 5000 Euro. Einen großen Anteil an der Finanzierung haben auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Ostsdeutsche Sparkassenstiftung und die Stiftung „Dorfkirchen in Not.“

Pastorin Hanna Blumenschein begrüßt die Auswahl der Betriebe: „Ich finde es gut, das lokale Handwerk zu unterstützen. Drei mecklenburgische Firmen haben den Zuschlag bekommen.“Die an den Arbeiten und ihrer Planung Beteiligten trafen sich in der vorigen Woche zur Bauanlaufkonferenz. Die Pastorin kündigt an: „Als Erstes wird die Glockenfirma kommen.“ Sie wird die alten, hölzernen Glockenjoche abholen, sanieren und wieder einbauen. Marode Glockenjoche aus Stahl werden ersetzt. „In der Zwischenzeit werden die Maurer- und Zimmerarbeiten im Kirchturm geschehen“, kündigt Hanna Blumenschein an.

Die Pastorin hofft, dass die Maurer und Zimmerer etwa Ende November ihre Arbeiten erledigt haben.

Die drei Glocken wurden zwischen 1559 und 1649 gegossen. Es soll einmal vorgekommen sein, dass noch ältere Glocken in der Schlagsdorfer Kirche von selbst läuteten – im Jahr 1250, als der Leichnam des Bischofs Ludolf von Wismar nach Ratzeburg überführt wurde. So erzählt es eine alte Legende.

Nachgewiesen sind zahlreiche Sanierungs- und Reparaturarbeiten in der Kirche in Schlagsdorf, vor allem seit der Wende. Fest steht auch: Weitere Arbeiten, vor allem am Turm, sind nötig, um den denkmalgeschützten Bau zu erhalten. Voraussichtliche Kosten: rund 380000 Euro.

Jürgen Lenz

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