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Die Leidenschaft fürs Kicken liegt in der Familie

Grevesmühlen Die Leidenschaft fürs Kicken liegt in der Familie

Die 13-jährige Kira Kelling aus Grevesmühlen trainiert an sechs Tagen in der Woche / Die ambitionierte Fußballerin besucht seit diesem Schuljahr das Sportgymnasium in Neubrandenburg

Grevesmühlen. Jeden Nachmittag mit Freundinnen shoppen oder faul auf der Couch liegen, das kommt für Kira Kelling nicht infrage. Nach der Schule steht für die 13-Jährige meist noch eine Trainingseinheit auf dem Programm. Die Grevesmühlenerin besucht seit September das Sportgymnasium in Neubrandenburg. Sechs Mal pro Woche steht sie auf dem Platz, im Internat und daheim, und arbeitet an ihrer Balltechnik. Ihre Leidenschaft: Fußball. Die Begeisterung für das Spiel teilt die Schülerin mit ihrer Familie. Vater, Großvater, Onkel und ihr 14-jähriger Bruder sind ebenfalls auf dem Rasen aktiv.

 

OZ-Bild

Die 13-jährige Kira Kelling spielt für ihr Leben gern Fußball. Auf dem Platz wird sie im Angriff und im Mittelfeld eingesetzt.

Quelle: privat

Zum Sportgymnasium

1954 wurde die Sportschule unter dem Namen Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Anklam-Bluthslust gegründet.

1965 erfolgte der Umzug nach Neubrandenburg. Die heutige Sportschule trägt seit 1998 den Zusatz „Eliteschule des Sports“.

Angefangen hat alles mit einem Training im Alter von vier Jahren. „Ich sollte in Testorf-Upahl eine G-Junioren-Mannschaft unterrichten“, erinnert sich Vater Steffen Kelling. Und eigentlich sollte dort sein fünfjähriger Sohn mitspielen. Aber die kleine Kira fand das Ballspiel genauso spannend. Seitdem ist Fußball ein fester Bestandteil ihres Lebens. „Kira hat kurze Zeit später beim Verein in Grevesmühlen und danach bei Anker Wismar gespielt.“ Da war das Mädchen gerade sieben Jahre alt. Schnell ist ein Trainer auf Kira aufmerksam geworden. Die heute 13-Jährige spielt seit zwei Jahren immer wieder bei der Landesauswahl mit. Auf dem Spielfeld wird Kira meist im Angriff oder Mittelfeld eingesetzt. Vater Steffen ist sichtlich stolz auf seine Tochter, wenn auf ihren Werdegang zurückblickt.

Einen großen Erfolg konnte Kira in der Saison 2013/14 erringen: „Da ist sie Torschützenkönigin bei den Landesmeisterschaften gewesen“, berichtet Steffen Kelling. Jahrelang hat er Kira unterstützt, sie zu Turnieren gefahren und ihr die Daumen gedrückt — war immer an ihrer Seite.

Seit Beginn dieses Schuljahres ist alles anders. Die Eltern sehen ihr Kind nur selten. „Das ist eine große Umstellung gewesen“, sagt Kelling. Wenn die Tochter jetzt Probleme habe oder es ihr nicht gut gehe, könnten die Eltern ihr nur übers Telefon beistehen. Bei den Spielen sind Vater und Mutter noch immer dabei und am Wochenende fährt Kira oft nach Hause.

Auf dem Sportinternat ist das Fußballtalent auf sich gestellt. In ihrem Zimmer wohnt sie allein. „Meine Mitbewohnerin hatte Heimweh und hat die Schule verlassen“, sagt sie. Die Schülerin denkt aber nicht ans Aufgeben. Ihr macht Fußball einfach immer Spaß. „Ich habe eigentlich noch nie gedacht, dass ich mit dem Spiel aufhören möchte.“ Das Fußballspiel nimmt schon lange einen großen Teil in Kiras Leben ein — seit dem Wechsel auf die Eliteschule ist der Druck noch höher. Vor oder nach dem Unterricht stehen eineinhalb Stunden Training auf dem Plan. „Und meine Hausaufgaben muss ich ja auch noch machen. Das ist schon sehr anstrengend“, sagt Kira. Bei den Trainingseinheiten am Morgen sind die Teams gemischt. Die Stunden am Nachmittag gefallen der Schülerin besser. Denn in den reinen Frauenmannschaften seien alle Spielerinnen auf einem Niveau. „Und man motiviert sich gegenseitig.“ Die 13-Jährige könne viel von den B-Juniorinnen lernen. Die 15 und 16 Jahre alten Mädchen spielen teilweise in der Bundesliga und geben den Jüngeren Tipps. Dennoch, als Profispielerin zu arbeiten, könne sich die 13-Jährige gerade nicht vorstellen. „Wenn ich ehrlich bin, weiß ich noch nicht, was ich später machen möchte.“

Von Manuela Wilk

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