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Grevesmühlen Die Stunde der Retter
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00:17 14.05.2018
Feuerwehrleute und Rettungssanitäter kümmern sich bei der Großübung in Klütz um Kinder. Ronny Eifler von der „First Responder“ genannten Ersthelfergruppe der Boltenhagener Wehr schreibt die Personalien eines Jungen auf, der einen Leichtverletzten spielt. Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Bei einem Unfall sind drei Kinder und ein Mann teils schwer verletzt worden: Davon gingen Feuerwehren und medizinischer Rettungsdienst am Sonnabend bei einer Großübung in Klütz aus. Sie probten gemeinsam für den Ernstfall. Zum Einsatz eilten Brandschützer aus Klütz und Boltenhagen. Der Klützer Feuerwehrmann Robert Jonas organisierte die Übung. Sie machte deutlich, wie erfahren und aufeinander eingespielt die beiden Wehren und der medizinische Rettungsdienst sind.

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Großübung in Klütz: Feuerwehren und DRK proben den Ernstfall.

Robert Jonas und Amtswehrführer Dirk Staudte sind um 8 Uhr die ersten vor Ort. Die beiden und die Wehrführer sind eingeweiht. Jonas erklärt: „Es geht darum, Menschen zu retten und an den Rettungsdienst zu übergeben.“ Alarmiert sind die Freiwilligen Feuerwehren Klütz und Boltenhagen.

Das Szenario: In einer Halle von „Oppermann Reisen und Dienste“ ist es zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Simuliert wird ein Werkstattbrand: Bei Schweißarbeiten kommt es zu einer Verpuffung, ein Feuer bricht aus. Drei Kinder werden leicht verletzt, ein Mann schwer.

Wenig später trifft das Einsatzleitfahrzeug der Klützer Wehr ein, dann das erste Löschfahrzeug und eine Drehleiter. Feuerwehrleute steigen aus, erkunden sich, was los ist. Ein Mann geht aufgeregt auf die Brandschützer zu, ruft: „Es sind Kinder von mir drin.“ Jörn Scheufler, förderndes Mitglied der Klützer Feuerwehr, spielt einen Vater, dessen Söhne während des Unfalls in der Halle waren. Ein Feuerwehrmann spricht mit dem Mann, versucht ihn zu beruhigen. Die anderen Brandschützer erkunden weiter die Lage, sprechen ab, was jetzt zu tun ist, machen alles, um die Menschen aus der Gefahr zu retten. Das Wohl der vier Verletzten und der Schutz des eigenen Lebens haben in diesen Augenblicken oberste Priorität.

Feuerwehrleute legen Atemschutzgeräte an, gehen in die Halle, bringen die Kinder raus, tragen den „Schwerverletzten“ nach draußen. Frank Plat spielt ihn. Immer mehr Feuerwehrleute und der medizinische Rettungsdienst treffen ein. Schläuche werden ausgerollt, Pumpen eingeschaltet. Brandschützer legen den „Schwerverletzten“ auf eine Trage, transportieren ihn in Sicherheit.

Hinter einem Fahrzeug des Rettungsdienstes entsteht eine Art Sammelstelle. Hier kümmern sich Mitarbeiter des Rettungsdienstes und Angehörige der Feuerwehren um die „Verletzten“. Der Mann wird in den Rettungswagen gehievt und medizinisch versorgt. Er ist transportfähig. Der Rettungswagen fährt mit ihm ab. Es ist 8.42 Uhr.

Für die Feuerwehren und andere Mitarbeiter des Rettungsdienstes ist die Übung damit nicht beendet. Sie kümmern sich weiter um „Verletzte“ und führen ihren Löscheinsatz fort. Sie nehmen die Übung ernst, reagieren auf die Einsatzlage rasch, aber ruhig und routiniert.

Im Anschluss werten die Brandschützer und der Rettungsdienst ihren Übungseinsatz gemeinsam aus. Rund 40 Einsatzkräfte waren beteiligt.

Jürgen Lenz

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