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Grevesmühlen Welzin: Die ersten Störche sind bereits da
Mecklenburg Grevesmühlen Welzin: Die ersten Störche sind bereits da
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18:04 26.03.2019
Die ersten Störche sind das, das hergerichtete Nest in Welzin ist seit wenigen Tagen besetzt. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Welzin

Seit Tagen wartet unser Fotograf Karl-Ernst Schmidt darauf, dass sein Telefon klingelt. Denn jedes Jahr im Frühling wissen die Menschen in der Region, wen sie anrufen müssen, wenn der erste Storch gesichtet wird. Das ist seit Jahren eigentlich „Herrmann“, der in seinem Nest in der Nähe von Klaus Andersson den Sommer verbringt und auf Heringe steht. Doch in diesem Frühjahr hat ein Storchenpaar das Rennen gemacht, das den nagelneuen Horst in Welzin vor wenigen Tagen in Beschlag genommen hat. Natürlich unter Beobachtung von Fotograf Karl-Ernst Schmidt.

Der Horst in Welzin war erst Ende vergangenen Jahres sozusagen „renoviert“ worden. Der ehrenamtliche Storchenbetreuer Rolf-Rüdiger Strache und der ehrenamtliche Naturschützer Martin Bauer hatten mit einer Hebebühne das Nest nicht nur gereinigt, sondern soweit instand gesetzt, dass dort die nächsten Gäste wieder ungestört und vor allem ungefährdet brüten können. Die Aktion ist offensichtlich von Erfolg gekrönt.

2017 erkannte Rolf-Rüdiger Strache anhand der Ringe an den Krallen der Tiere ein Männchen aus Polen und ein Weibchen aus Schleswig-Holstein in diesem Horst in Welzin. 2018 fanden unberingte Störche den Weg nach Welzin. Dass das Nest so regelmäßig besetzt ist, ist laut Strache nicht die Regel. Denn: „Dem Weißstorch geht es hierzulande schon lange nicht mehr gut“, resümiert er. Seit Jahren würden die Brutbestände zurückgehen und kaum noch Jungvögel flügge werden. Vor einigen Jahren gab es im Altkreis Grevesmühlen noch 15 Brutpaare, „von denen immerhin 14 erfolgreich insgesamt 26 Junge aufzogen“, zitiert Rolf-Rüdiger Strache aus der Statistik. „Seit 2017 sind es nur noch acht Brutpaare, von denen vier erfolgreich nur noch sechs Junge aufzogen.“

Acht künstliche Nisthilfen in der Umgebung kann er benennen: Welzin, Warnow, Groß Pravtshagen, Groß Neuleben, Roggenstorf, Wüstenmark, Roduchelstorf und Vierhausen. „Die müssen nach mehreren Jahren ersetzt werden“, so Strache. So wie in Welzin. Der alte Weidenkorb samt Ast- geflecht wurde entfernt und ein neuer Korb – gesponsert vom Landkreis – auf den Mast gesetzt.

Michael Prochnow

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