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Grevesmühlen Die meisten Auf- und Abstiegsfragen sind geklärt
Mecklenburg Grevesmühlen Die meisten Auf- und Abstiegsfragen sind geklärt
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02:20 09.06.2017
Spielertrainer Tom Körner (Mitte) führte den FC Schönberg II vorzeitig zur Meisterschaft in der Landesliga West. Quelle: Foto: Jens Upahl
Wismar

/Schönberg/Dassow. Die Fußball-Landesligen befinden sich auf der Zielgeraden. Die meisten Auf- und Abstiegsfragen sind bereits geklärt. Ab der kommenden Saison gibt es gravierende Veränderungen in den Landesspielklassen. Die aktuelle Spielzeit ist dafür die Grundlage.

Aus den drei Landesligen unterhalb der Verbandsliga werden künftig zwei. Auch die Zahl der Landesklassen reduziert sich: von sechs auf vier. Alle Ligen sollen mit 16 Mannschaften an den Start gehen.

„Klar ist: Nach diesem Modell müssen rund 30 Mannschaften aus der Landesebene den Weg zurück in den Kreis-Spielbetrieb antreten“, erklärt Peter Dluzewski, Staffelleiter der Verbandsliga. „Neu wird außerdem sein, dass die beiden Landesklassen-Pokalwettbewerbe West und Ost wegfallen. Es wird nur noch einen DFB-Landespokal geben. Der wird dann mit allen Mannschaften des Landesspielbetriebes und der Sieger im Kreispokal durchgeführt.“

Bisher hat der Verband versucht, den einzelnen Vereinen so weit entgegenzukommen, dass möglichst geringe Fahrtkosten für die Auswärtsspiele anfallen. Das kann aber nicht mehr der Weg sein. „Es gilt, mehr Qualität in die einzelnen Ligen zu bringen“, so Dluzewski weiter, der auch im Landesspielausschuss sitzt. Gründe hierfür seien auch Rückzüge von Mannschaften aus allen Bereichen, das Nichtantreten diverser Teams, der Aufstiegsverzicht und der demografische Wandel.

Besonders problematisch sei es in der Landesliga West. Auch in diesem Spieljahr haben sich aus dieser Staffel keine Vereine gemeldet, die in die Verbandsliga aufsteigen wollen. „In den Statuten des Landesfußballverbandes heißt es, dass nur Mannschaften aufsteigen dürfen, die am Saisonende Rang eins bis drei belegen. In der Staffel West sind das der FC Schönberg 95 II, die Spielvereinigung Cambs/Leezen und der Lübzer SV. Theoretische Chancen auf den dritten Tabellenplatz hat auch noch die SG Ludwigslust/ Grabow. „Doch bis zum Meldeschluss 1. Juni hat keine Mannschaft für die Verbandsliga gemeldet“, bestätigt Peter Dluzewski auf Anfrage.

In den Landesligen sind die Teams bis Platz neun auf alle Fälle für die neue Struktur qualifiziert. Die Oberliga-Reserve des FC Anker Wismar liegt nach dem 6:0-Kantersieg gegen Rot-Weiß

Trinwillershagen zwei Spieltage vor Saisonende auf einem sehr guten fünften Tabellenplatz. Am Sonntag muss das Team des Trainertrios Jesko/ Schröder/Priebe im letzten Auswärtsspiel beim Tabellenelften PSV Ribnitz-Damgarten antreten. Theoretisch können die Boddenstädter mit zwei Erfolgen noch den Klassenerhalt perfekt machen, werden also alles auf Sieg setzen. Allerdings müssen die PSVer dabei auf Schützenhilfe anderer Mannschaften hoffen. Am letzten Spieltag erwartet das Anker-Team am 17. Juni um 15 Uhr den Laager SV.

In der Landesliga Nord hat der Gnoiener SV die besten Aufstiegschancen. Am vergangenen Wochenende gewann das Team von Trainer Arne Schmiedeberg vor 300 Zuschauern beim FSV Kühlungsborn mit 3:2 und machte damit einen großen Schritt in Richtung Aufstieg. Da der Bölkower SV auch nicht für die Verbandsliga gemeldet hat, kann Gnoien sich den Aufstieg nur noch selbst vermasseln.

In der Landesliga Ost steht der FSV Malchin unmittelbar vor dem Aufstieg in die höchste Landesspielklasse. Mit einem Sieg am Sonnabend gegen den Tabellendritten aus Penzlin kann Malchin vier Jahre nach dem Verbandsligaabstieg wieder dorthin zurückkehren.

In der Landesliga West empfängt Meister FC Schönberg II am Sonnabend um 15 Uhr im letzten Heimspiel der Saison den Lübzer SV. Die Partie findet nicht auf dem Kunstrasenplatz, sondern im Palmberg-Stadion statt. Die Mannschaft von Trainer Tom Körner hat sich fest vorgenommen, ihren Heimnimbus zu wahren. Nach 71:4 Toren bei elf Siegen und einem Unentschieden in der vergangenen Saison ist das Team auch in der aktuellen Spielzeit zu Hause noch ungeschlagen (elf Siege, ein Unentschieden, 46:7 Tore). Die letzte Heimniederlage liegt über zwei Jahre zurück.

Nachdem Schönberg II bereits in seinem letzten Heimspiel vorzeitig die Meisterschaft klargemacht hat, erfolgt am Sonnabend im Rahmen des Spiels gegen Lübz die offizielle Ehrung durch Vertreter des Landesfußballverbandes. „Gleichzeitig wollen wir einige verdienstvolle Spieler verabschieden“, kündigt Vereinschef Wilfried Rohloff an. „Aus diesem Grund würde sich die Mannschaft freuen, wenn möglichst viele Fans am Sonnabend den Weg ins Palmberg-Stadion finden“, wünscht sich Rohloff.

Bislang stehen drei Abgänge aus dem Landesligakader fest. Tino Heling wechselt zu den Alten Herren, Daniel Bendlin hängt seine Fußballschuhe an den berühmten Nagel und Christian Klingenberg spielt in der neuen Saison für die SG Dynamo Schwerin. „Nach dem Schlusspfiff möchte die Mannschaft gemeinsam mit den Fans bei Freibier den Saisonabschluss feiern“, so Rohloff. „Auch wenn am 18. Juni noch ein Auswärtsspiel beim SV Dassow auf dem Terminkalender steht“, meint er.

Die Dassower fahren am vorletzten Spieltag zum TSV Goldberg. Für die Elf von Interimstrainer Andy Wehr ist es die letzte Auswärtspartie. „Die Mannschaft ist in den vergangenen Wochen stabiler geworden, wenn alle Mann dabei sind. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch in Goldberg etwas holen können“, so Wehr, der mit einem Punkt schon zufrieden wäre. Goldberg steht in der Tabelle mit 19 Punkten auf dem drittletzten Platz.

In der Rückrunde haben sowohl Dassow als auch Goldberg 13 Punkte geholt. Dassow hat mit 35 Zählern auf Rang sieben die Qualifikation für die neue Landesligasaison aufgrund des wesentlich besseren Torverhältnisses (+8) und sechs Punkten mehr gegenüber dem SV Plate (-6) auf Rang neun so gut wie sicher.

Andreas Kirsch und Steffen Oldörp

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