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Dieter „Maschine“ Birr rockte Zeughauslesung

Wismar Dieter „Maschine“ Birr rockte Zeughauslesung

Der Frontmann der Puhdys stellte in Wismar seine Biografie vor.

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Riss die Gäste am Montagabend im Wismarer Zeughaus mit: Dieter „Maschine“ Birr spielte einige seiner Lieder.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Eine rasante Lesung erlebten die 200 Gäste am Montagabend im Wismarer Zeughaussaal. Dieter „Maschine“ Birr — seit unglaublichen 45 Jahren Frontmann der Kultband „Die Puhdys“ — stellte seine Biografie mit dem Titel „Maschine“ vor. Und wurde schon mit tosendem Applaus von seinen Gästen empfangen. Viele Männer im Publikum, manch einer mit „zotteligen“ Haaren, der mit dem Star seiner Jugend alt geworden ist.

Dass „Maschine“ den 70. gerade hinter sich hat, glaubt man dem Altrocker nicht wirklich. „Meine Geburtsdaten wurden damals gefälscht“, sagte er und die Gäste lachten. Ein bisschen Wohnzimmerkaffeeklatschatmosphäre im Wismarer Zeughaus. Dieter Birr und sein Manager Kai Suttner machten es sich auf den großen weißen Sesseln bequem und quatschten über dieses und jenes aus dem Leben und der Biografie Birrs.

Vorher löste der Manager Jubel aus. „Dieter Birr wird mit seinem Soloalbum auf Platz 13 der Charts einsteigen“, verkündete er eine brandneue Meldung. „Der Verlag hat mitgekriegt, dass ich volljährig werde“, erklärte Dieter Birr das Entstehen seiner Biografie, geschrieben vom Journalisten Wolfgang Martin. Birr erzählte von seinen Anfängen in der Musik. Dem geschenkten Akkordeon, später kam die Gitarre dazu. Von den Klassikern beim Musikschulunterricht und seinem Traum, ein Rockstar zu werden. Vom ersten Auftritt der Puhdys 1969 in Freiberg. „Ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass man wahrgenommen wird, auch von den Frauen“, ließ Dieter Birr die Gäste lachen. Er erzählt von den Proben im Wohnzimmer. Von den englischen Hits wie „Born to be wild“, die sie nachgespielt haben. „Unser Englisch war unbedeutend, wir haben die Texte selbst abgehört, phonetisch. Die Engländer haben gedacht, wir sprechen deutsch!“ 1971 kam der erste Auftritt im DDR-Fernsehen. „Wir sollten dafür unsere Haare abschneiden“, erinnerte er sich. Die Musiker weigerten sich. Und mussten die Haare hoch stecken! Dieter Birr: „Es gibt Fotos, wo die vorne runter hängen.“

Der Durchbruch kam mit dem Film „Die Legende von Paul und Paula“ und den beiden Liedern „Wenn ein Mensch lebt“ und „Geh zu ihr“ als Filmmusik. Die Lieder spielte und sang er als Solist nicht im Zeughaus, dafür einige andere. Mit dem Klassiker von 1977 „Auf Lebenszeit“ riss Birr sofort die Gäste mit. Genauso mit seinen Balladen „Du hast Schuld, dass ich dich liebe“, „Mein Weg“ und „Regen“.

Bei „Hey, wir woll‘n die Eisbär‘n sehn!“ unterschieden nur noch die Sitzplätze die Lesung von einem Rockkonzert. Der Mann kann begeistern und mitreißen, auch noch nach 45 Rockerjahren und als 70-Jähriger.

 



Nicole Hollatz

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