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Grevesmühlen Drachen zieren Boltenhagens Himmel
Mecklenburg Grevesmühlen Drachen zieren Boltenhagens Himmel
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00:00 10.10.2016
Günther Bornhorst (r.) aus Henstedt-Ulzburg und Thomas Schulze aus Rostock zeigen ihren tierischen Drachen – drei Katzen. Quelle: Fotos: Maik Freitag

Dutzende Drachen aller Formen und Größen sind am Sonnabend in den Himmel über dem Ostseebad Boltenhagen gestiegen. Beim vom SC Boltenhagen und der OSTSEE-ZEITUNG präsentierten Drachenfest kamen Fans aus allen Teilen Norddeutschlands zusammen.

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Auf der Sportanlage des SC Boltenhagen haben sich viele Fans der gebastelten Flugobjekte versammelt

Wir kommen aus Rostock, Wismar, Neumünster oder wie ich aus Hen-

stedt-Ulzburg.“Günther Bornhorst,

Mitglied der „Fliegend Fischköpp“

„Wir haben uns drei Tage frei genommen und fahren dann auch hier hoch“, erzählte Oliver Voltyes, der extra aus Goslar im Harz nach Boltenhagen gekommen war. Er präsentierte zusammen mit Frau Heike seine Flugobjekte. Schnell hatte er einen riesigen „Nemo-Fisch“ in die Luft gebracht und holte nach und nach weitere Drachen aus seinem Fahrzeug. „Die Anhängerkupplung dient als Beschwerung. Aber immer gut die Handbremse anziehen, sonst ist das Auto irgendwann nicht mehr da“, erzählte der Harzer mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Er habe es schon des Öfteren erlebt, dass große Drachen ganze Autos weggezogen hätten, erzählt Voltyes.

Davon konnte auch der Henstedt-Ulzburger Günther Bornhorst berichten. Der 69-Jährige hatte bei einem Treffen in Dänemark einen runden Drachen erlebt, der ihn und einen Freund locker in die Höhe hob.

„Wir wollten etwas an der Leine machen und haben uns daran festgehalten. Plötzlich kam der Wind und wir hingen in der Luft mit insgesamt 200 Kilogramm“, erzählte der Drachenbau-Fan.

Seit gut 30 Jahren bastle er jeden Tag an neuen Drachen. „Wir sind eine Gemeinschaft von 18 Leuten, die zu den ,Fliegend Fischköpp’ gehören", sagte der Rentner. Jedes Jahr ziehen sie von Ort zu Ort, um ihre zum Teil riesengroßen Drachen in die Luft steigen zu lassen. „Wir kommen aus Rostock, Wismar, Neumünster oder wie ich aus Henstedt-Ulzburg“, erzählte Günther Bornhorst. Er selbst habe mittlerweile zwischen 200 und 250 Drachen gebaut und könne sie auch jederzeit fliegen lassen, sagte er.

Noch etwas mehr gebastelt habe hingegen der Neumünsteraner Kai-Uwe Buhrmeister. „Es gibt so viele Ideen, die man umsetzen möchte, da kommen ganz schnell einige hundert Drachen zusammen“, sagte Buhrmeister. Nach Boltenhagen hatte er einen „drehenden Calamaris“ mitgebracht. Auch der Schleswig-Holsteiner fahre gerne zu den Treffen in Dänemark und habe sich besonders an einem Drachen erfreut, der aus 96 Regenschirmen zusammengenäht war. „Das muss eine ziemliche Arbeit gewesen sein“, sagte der 55-Jährige.

Doch nicht nur ältere Bastler kamen in Boltenhagen zusammen. Auch die Freundinnen Frauke (17), Sarah (17) und Merle (12) verpassten das Fest nicht und ließen auch einen gut drei Meter großen Sorgenfresser fliegen. „Den hat zwar meine Mutti zusammengenäht, aber ich habe genauso wie meine Freundinnen schon viele Drachen selbst genäht“, erzählte die Berlinerin Merle. Auch sie liebe es von Ort zu Ort zu reisen und die Drachen fliegen zu lassen. In Boltenhagen hatte der Wind ein Einsehen mit den vielen Bastlern und drehte mächtig auf. Nachdem es nächtlich regnete, entspannte sich die Situation pünktlich zu Beginn und ließ das Drachenfest gelingen.

Maik Freitag

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