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Grevesmühlen Durch Praktika zum festen Job
Mecklenburg Grevesmühlen Durch Praktika zum festen Job
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00:05 01.03.2016

Mit Speisen aus ihrer Heimat haben gestern junge Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien die Landesarbeitsministerin im Bildungszentrum Wismar empfangen. Hier nehmen 20 asylberechtigte Frauen und Männer seit dem 1. Februar am Projekt „4Life“ (gesprochen for leif — deutsch: fürs Leben) zur Arbeitsmarktintegration teil.

Ministerin Birgit Hesse (SPD) brachte einen Fördermittelbescheid. Mit 173388 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales das Projekt.

Es wird gemeinsam mit dem Jobcenter Nordwestmecklenburg durchgeführt. Bis Ende Juli 2017 sollen in zwei Durchgängen insgesamt 40 Asylberechtigte auf eine Berufsausbildung oder eine Beschäftigung in einem Unternehmen der Region vorbereitet werden. „Unser Ziel ist es, dass danach mindestens 50 Prozent der Teilnehmer eine Ausbildung oder ein Arbeitsverhältnis beginnen“, sagte Sigfried Rakow, Geschäftsführer des Bildungszentrums. Die ersten jungen Menschen sollen bereits ab September in eine Ausbildung oder einen Job starten. Nach einer Kennenlernphase wird zunächst festgestellt, über welche Fähigkeiten die Teilnehmer verfügen. Anschließend können sie sich in verschiedenen Berufsfeldern in der Ausbildungswerkstatt des Bildungszentrums erproben, bevor sich ein Integrationspraktikum in einem Unternehmen anschließt. „Flankierend lernen die Teilnehmer alltagstaugliches Deutsch, kochen, essen und reden miteinander in unserem Team-Café“, erläuterte Markus Pylväläinen, einer der Projektverantwortlichen. „Wir werden sie auch noch anderthalb Monate in ihrer Berufsausbildung oder am Arbeitsplatz betreuen.“

Gourev aus Afghanistan kocht sehr gern und möchte am liebsten in einem Restaurant arbeiten, erzählte der 32-Jährige. Er ist verheiratet und seit 2012 in Deutschland. Sein Landsmann Ramin (30), der mit Frau und zwei Kindern am Friedenshof wohnt, möchte Tischler werden. Und die 23-jährige Sarkisa aus Syrien, die seit November in Deutschland ist, würde gern die Ausbildung zur Hotelfachfrau machen. „Sie sprechen schon sehr gut deutsch“, lobte Hesse. Mit mehreren Syriern habe sie sich nach nur vier Monaten Unterricht fließend deutsch unterhalten. Arbeit, sagte die Ministerin, sei das beste Mittel zur Integration.



Haike Werfel

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