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Durch Schlamm und Wasser ans Ufer gerettet

Rolofshagen Durch Schlamm und Wasser ans Ufer gerettet

10. Mad-Trophy lockte mehr als 500 Gäste auf einen matschigen Parcours zwischen Grevesmühlen und Klütz. 24 Autos und sechs Quads waren am Start.

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Börn (l.) und Jörn Beste kamen aus Itzehoe zur MAD-Trophy. Fotos (3): Maik Freitag

Rolofshagen. Kein Regen, keine staubige Piste und trotzdem mussten die fast 500 Gäste der 10. MAD-Trophy der Offroad-Gemeinschaft Nord am Wochenende aufpassen, nicht mit Schlamm und Dreck überschüttet zu werden. Denn fast alle Zuschauer dieser spektakulären Veranstaltung versammelten im Kampf um die besten Plätze um ein 1,50 Meter hoch mit Wasser gefülltes Loch, in dem mindestens drei Fahrzeuge nebeneinander Platz hatten. Während manche Piloten vorsichtig versuchten, mit der Front vorweg das Wasser zu durchfahren und am anderen Ende wieder aus der Grube heraus zu kommen, nahmen sich andere gleich eine am Fahrzeug befestigte Winde, wickelten sie um einen bereitstehenden Bagger oder einen Baum und zogen sich aus dem Loch. Das alles in nur wenigen Sekunden und da konnte auch schon mal was schief gehen. „Geht bloß nicht so dicht ran“, warnte Bodo Ramesch, Veranstalter dieser verrückten Trophy. „Wenn das Seil reißt und euch um die Ohren haut, wollt ihr das bestimmt nicht.“ Der Grevesmühlener hatte seinen Satz noch gar nicht ganz ausgesprochen, da zischte auch schon das erste Seil vorbei, Schlamm und Dreck verteilten sich unter den Zuschauern, doch verletzt wurde niemand. Es sollte nicht das einzige Seil sein, das seinen Geist aufgab. „Wenn ich hier mit meinem 13 Tonnen-Kran komme, kann das durchaus schon passieren“, erzählt auch Birko Galltz, neben Ramesch einer von drei noch aktiven Ursprungsmitgliedern der Offroadszene in Grevesmühlen. „Hier kommt keiner aus dem Loch gefahren. Hilfe ist immer angesagt“, versicherte der Baggerfahrer und packte auch gleich wieder mit einem dicken Feuerwehrschlauch zu. Der riss zwar auch schon am Freitagabend, doch Ersatz war sofort zur Stelle. „Naja, nach zehn Jahren weiß man schon, was hier passiert“, freute sich Birko Galltz genauso wie die gut 30 Quad- und Jeep-Teams an diesem Wochenende über die Aktionen der schon etwas wahnsinnigen Fahrer, die Steigungen bis zu 70 Grad auf sich nahmen. „Große Steigungen für normale Straßenfahrzeuge sind elf, zwölf Prozent, hier müssen die Fahrzeuge bis zu 77 Prozent Steigung bewältigen“, erklärte Knut Petersdotter, Vorsitzender des Vereins.

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Zum Start ging es Seite an Seite auf den ersten Berg zu.

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Er war mit der Veranstaltung rundum zufrieden. „Wir hatten keine großen Verletzungen. Das ist das Wichtigste“, erklärt Persdotter.

Als Sieger dieser Trophy gingen die beiden Sachsen Reik Hübke und Marc Schäfer hervor. Sie ließen den anderen 23 Autos sowie den vier Quads mit einem Fahrer und zwei Quads mit zweifacher Besetzung (Side by Side) keine Chance. Auch die beiden Itzehoer Björn und Jörn Beste bissen sich an den Sachsen die Zähne aus. „Ich fahre seitdem ich elf Jahre alt bin diese Autos. Es ist einfach ein geiles Gefühl“, erzählt der jüngere der beiden Brüder, Björn (33 Jahre). Auch wenn beide dieses Mal wieder nicht ganz nach vorne fuhren, sind sie sicher: „Nächstes Jahr geht‘s hier weiter.“

„Seit ich elf bin sitze ich hinter dem Lenkrad so eines Autos.“
Jörn Beste, Itzehoe

 

Maik Freitag

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