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Grevesmühlen Ehrenamtler werben für Engagement
Mecklenburg Grevesmühlen Ehrenamtler werben für Engagement
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09:20 08.03.2016
Die fünfjährige Marie Luise Steinbacher aus Wismar ist ganz begeistert vom Wasserrettungshund Balou. Astrid Martens vom Deutschen Roten Kreuz in Nordwestmecklenburg freut sich, dass das Mädchen keine Scheu vor dem Tier hat. Fotos (6): Nicole Hollatz

Die 26. Wismarer Hanseschau lockte auch in diesem Jahr wieder Tausende Gäste aus der Region zum großen Platz am Bürgerpark. In den zehn Hallen und auf fast 12000 Quadratmetern warben 270 Aussteller aus nah und fern für ihre Waren und Dienstleistungen. Die Messe stand auch ganz im Zeichen des Ehrenamtes. Gleich in der ersten Halle galt die Werbung dem ehrenamtlichen Engagement. Vereine und Verbände aus der Region nutzten die 500 Quadratmeter subventionierte Messefläche, um neue und möglichst aktive Mitglieder zu gewinnen und über die Möglichkeiten des Engagements aufzuklären.

Die 26. Wismarer Hanseschau lockte auch in diesem Jahr wieder Tausende Gäste aus der Region zum großen Platz am Bürgerpark.

Birgit Hesse (SPD), Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, eröffnete die Ehrenamtsmesse. Angetan hatten es ihr zum Beispiel die Landseer „Nala“ und „Balou“. Die beiden Wasserrettungshunde unterstützen bei der Bergung von Menschen aus dem Wasser. „So ein Hund kann einen Menschen fünfmal aus dem Wasser nacheinander abschleppen und macht das gerne“, beschrieb Frank Schuster als Leiter der DRK-Wasserwacht in Grevesmühlen die enorme Kondition der tollen Tiere. Die Hunde ermöglichen auch blinden Menschen ein Schwimmerlebnis. „Blinde können sich sonst im Wasser nicht orientieren, sie würden das Ufer nicht wiederfinden“, erklärte Frank Schuster.

Derweil ging es im Beratungsgespräch von Stefanie Herrmann vom Wismarer Pflegestützpunkt darum, wie man die demenzerkrankte Mutter pflegen kann und mit ihren durch die Krankheit hervorgerufenen Eigenheiten klarkommt. „Sie sortiert gerne ihre Papiere um und neu“, erzählte die pflegende Tochter aus Grevesmühlen. Der Tipp von Stefanie Herrmann ist einfach: „Kopieren Sie alles und legen Sie sich eigene Ordner an und loben Sie Ihre Mutter, wie schön sie das macht.“ Sich um andere Menschen zu kümmern, egal ob die eigene Mutter oder Fremde — Ehrenamt gibt viel, der Gesellschaft und dem Aktiven.

„Ohne Ehrenamt würde in der Flüchtlingshilfe nicht viel gehen“, sagte Maike Frey von der Mitmachzentrale NWM. Die Organisation klärte an ihrem Stand über die vielen Möglichkeiten auf, sich für Asylsuchende in der Region zu engagieren. „Die Besucher fragen konkret nach, wie sie helfen können, ich habe die Kontakte und vermittle“, erzählte Maike Frey. Darum ging es auch Wismars ehemaliger Bürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken. Sie verteilte Flyer der Ehrenamtsstiftung und vermittelte Kontakte. „Ungefähr dreißig Prozent der Menschen engagieren sich ehrenamtlich“, berichtete sie.

Zoé Nowotny gehört mit ihrem vielseitigen Engagement zu den ganz Aktiven. „Weil ich meinen Mitschülern und Mitmenschen so weit wie möglich helfen möchte“, begründete die 16-Jährige ihr Ehrenamt. Sie ist im Kreisjugendrat, beim Wismarer Waterkant-Festival, in der freiwilligen Feuerwehr am Friedenshof und im Kreisschülerrat aktiv. Außerdem gehörte sie zu denjenigen, die am Sonnabend bei der „Fahrrad-Challenge“ der AOK Nordost mitmachten. Wismarer Jugendliche beispielsweise von der TSG und vom FC Anker Wismar strampelten auf zwei Fitnessrädern um möglichst viele Kilometer, die Gegner radelten live per Videoübertragung in Güstrow mit. Dem Gewinnerverein winken 500 Euro von der Krankenkasse. Die Wismarer Sportler waren gut, die Güstrower besser. Sie bekommen das Geld.

Von Nicole Hollatz

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