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Ehrennadel des Landkreises für Barbara Kossakowski

Boltenhagen Ehrennadel des Landkreises für Barbara Kossakowski

Die Leiterin des Liederkreises Grevesmühlen wird für ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet / Den Kulturpreis erhält Kirchenmusikdirektor Eberhard Kienast aus Wismar

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Wurde für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet: Barbara Kossakowski (80) aus Grevesmühlen. Ihr gratulierten Kreistagspräsident Klaus Becker und Landrätin Kerstin Weiss (SPD), die auch die Laudatio hielt.

Quelle: Fotos: Jana Franke

Boltenhagen. Mitten im Umzugsstress wäre sie fast nicht zum Jahresempfang der Landrätin Kerstin Weiss (SPD) nach Boltenhagen in die Veranstaltungsscheune an der Weißen Wiek gekommen, aber ihr längst eingeweihter Schwiegersohn hatte sie doch noch überreden können. Denn als Preisträgerin für die Ehrennadel für ehrenamtliches Wirken konnte Barbara Kossakowski aus Grevesmühlen gestern Abend nicht fehlen. Die 80-Jährige war völlig überrascht, als klar wurde, um welche Person es in der Laudatio von Kerstin Weiss ging.

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Die Leiterin des Liederkreises Grevesmühlen wird für ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet / Den Kulturpreis erhält Kirchenmusikdirektor Eberhard Kienast aus Wismar

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Musik spielte schon immer eine große Rolle im Leben von Barbara Kossakowski. Einst Musiklehrerin in Grevesmühlen, führte sie es damals an der Schule ein, dass die Schüler vor Unterrichtsbeginn ein Lied zur Begrüßung sangen. Als sie nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2000 die Leitung des Liederkreises – eine Gruppe singender Erwachsener – übernahm, knüpfte sie schnell internationale Kontakte, die bis heute gepflegt werden. Den Taktstock schwingt sie zwar nicht mehr so oft wie früher, hat ihn aber noch nicht gänzlich aus der Hand gelegt. Das nahm Horst Lederer, Mitglied des Liederkreises, zum Anlass, sie für die Verleihung der Ehrennadel vorzuschlagen. Die siebenköpfige Jury – unter anderem die Landrätin, der Kreistagspräsident und Kreistagsmitglieder – befürworteten das.

Auch Eberhard Kienast hatte gestern eigentlich etwas anderes vor. In Wismar ist eine Gastorganistin zu Besuch, der der Kirchenmusikdirektor in der Nikolaikirche assistieren wollte. „Herr Ramisch (Kultursachgebietsleiter beim Landkreis, Anm. d. Red.) hat gesagt, ich soll unbedingt nach Boltenhagen kommen“, erinnerte sich Eberhard Kienast. Aber nie im Leben habe er daran gedacht, dass die Auszeichnung mit dem Kulturpreis der Grund für diese Aufforderung war. „Ich bin überrascht und freue mich sehr“, gab der 65-Jährige zu. In seiner Laudatio auf den Wismarer ging Manfred Harloff, Pastor in Rente, auf das jahrelange Wirken von Eberhard Kienast ein. „Gemeindeseminare ohne ideologische Scheuklappen“ in den 1970er Jahren war nur ein Punkt in den Ausführungen. Außerdem habe Kienast eine außerordentliche musikalische Begabung, die „er nicht im stillen Kämmerlein verkümmern ließ“. Umgangssprachlich haut er in 17 Kirchen des Landkreises regelmäßig in die Tasten. „Dieser Preis ist gleichzeitig eine Würdigung all jener, die ehrenamtlich mit ihm arbeiten“, so Harloff.

Seit zehn Jahren wird der Jugendkulturpreis des Landkreises vergeben. Ebenso lange gibt es die Gadebuscher Tanzgruppe „The Ännisch Cruuuuw“, die diese mit 500 Euro dotierte Auszeichnung erhielt.

„Sie sind ein Aushängeschild für Gadebusch, den Landkreis und über dessen Grenzen hinaus“, lobte Klaus Leuchtemann, Lokalpolitiker in Gadebusch. Leiterin der Truppe ist Anne Busack (29), die vor eineinhalb Monaten schwer erkrankte, sich es gestern aber nicht nehmen ließ, ihre Mädels zu begleiten. Die waren davon ausgegangen, dass sie nur einen kulturellen Beitrag für die mehr als 100 Gäste leisten sollten. Mit einer Auszeichnung hat niemand gerechnet.

Ehrennadeln wurden auch verliehen an Karina Herzog aus Wahrsow, die sich seit 20 Jahren ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz engagiert, an Torsten Richter als Vorsitzender des Pilzvereins „Heinrich Sternberg“ in Rehna sowie an Jürgen Hansen, der in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Alt Meteln-Cramon-Groß Trebbow ein plattdeutsches Kirchenzentrum gründete, in dem in regelmäßigen Abständen niederdeutsche Gottesdienste abgehalten werden.

Jana Franke

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