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Grevesmühlen Ein Jahr Bildungswerkstatt am Grünen Weg
Mecklenburg Grevesmühlen Ein Jahr Bildungswerkstatt am Grünen Weg
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05:54 04.03.2016
Im Grünen Weg, dort, wo sich einstmals das ÜAZ in Grevesmühlen befand, befindet sich jetzt die Bildungswerkstatt des Diakoniewerks. Neben den Werkstätten für die Diakoniemitarbeiter befindet sich dort auch eine Öffentliche Kantine, die von montags bis freitags geöffnet hat. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Im März vergangenen Jahres wurde es öffentlich: das Überregionale Ausbildungszentrum (ÜAZ) in Grevesmühlen wird geschlossen. Im Gegenzug übernahm das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg den Gebäudekomplex am Grünen Weg. Inzwischen ist das ehemalige Ausbildungszentrum eine Bildungswerkstatt und hat sich als weiterer Standort der Diakonie in der Region etabliert.

„Die Zeiten des ÜAZ in Grevesmühlen“, erläutert Diakoniewerk-Geschäftsführerin Kirsten Balzer, „waren einfach vorbei.“ Es gebe mittlerweile so viele nicht besetzte Lehrstellen im Landkreis, dass der Bedarf an überberuflicher Ausbildung – der zu einer Zeit entstand, als es zu wenig Lehrstellen in der Region gab – deutlich geschrumpft ist.

Wie Arbeitsagentur und Jobcenter in Wismar feststellten, reiche das ÜAZ in Wismar mittlerweile aus. „Das Diakoniewerk demgegenüber hatte dringend Bedarf, seine Räumlichkeiten zu erweitern“, so Balzer.

Inzwischen befinden sich am Grünen Weg die Tischlerwerkstatt des Diakoniewerks, die sich zuvor in Upahl befand, ein Montagebereich, eine Näherei und die Öffentliche Kantine. Letztere gehörte bereits vorher zum ÜAZ und wurde zusammen mit dem Koch Mathias Buhse (40) vom Diakoniewerk übernommen.

In der Kantine wird ein öffentlicher Mittagstisch angeboten - von Montag bis Freitag, in der Zeit von 11 bis 13.30 Uhr. Zwei verschiedene Menüs, eines davon vegetarisch und täglich frische Salate. Außerdem wird täglich für das Gymnasium am Tannenberg und die Mitarbeiter der Diakonie-Werkstätten gekocht. Zusätzlich werden noch Arztpraxen in Grevesmühlen mit Mittagstisch beliefert. Damit kommen der Koch und seine Helfer auf insgesamt 250 Essen pro Tag, die sie zubereiten. „Und alles frisch“, wie Buhse betont.

Doch nicht nur die Kantine und Teile der Werkstätten, die sich zuvor in Upahl befanden – die Metallwerkstatt ist immer noch dort – auch Klassenräume befinden sich in dem Komplex am Grünen Weg. „Dort werden die älteren Schüler der Mosaikschule aus Grevesmühlen beschult“, erklärt Kirsten Balzer. „Ihr Unterricht ist noch einmal deutlich praxisorientierter als der Unterricht der jüngeren Mosaikschüler. In unseren Werkstattbereichen in Grevesmühlen haben sie die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln.“

Auch Sprachkurse für Asylbewerber haben seit November letzten Jahres im Gebäudekomplex der Bildungswerkstatt stattgefunden. „Der letzte“, erläutert Kirsten Balzer, „endete bereits im Februar. Zu diesem Zeitpunkt lief die Förderung dafür aus.“

Perspektivisch, so die Geschäftsführerin weiter, sei für den Gebäudekomplex noch ein Projekt für Werkstattmitarbeiter geplant, die das Rentenalter erreicht haben. „Normalerweise endet die Mitarbeit in den Werkstätten mit Eintritt in das Rentenalter“, so Kirsten Balzer. „Doch damit fällt für diese Menschen auf einmal die Tagesstruktur komplett in sich zusammen. Keine Sozialkontakte, keine Betätigung mehr. Die Alternative wäre einfach zuhause zu bleiben, was sich oft nicht förderlich auf die Lebensqualität auswirkt.“

Aus diesem Grund ist eine Angebotshilfe für berentete Werkstattmitarbeiter angedacht, die dazu beitragen soll, ihren Alltag weiter in Begleitung zu gestalten.

Von Meinke, Annett

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