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Grevesmühlen Eiszeit: Kugel ist Kugel!
Mecklenburg Grevesmühlen Eiszeit: Kugel ist Kugel!
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00:05 11.12.2017
Neben Eis bietet Jennifer Hirsch (28) im Grevesmühlener Café „Eiszeit“ auch Weihnachtsschmuck an. Quelle: Foto: Michael Prochnow
Grevesmühlen

Zwei Grad, Nieselregen und Wind aus Nordwest – alles andere als Wetter, um Eis zu essen. Von wegen: Jennifer Hirsch lächelt das Herbstwetter einfach weg.

Die Serviceleiterin aus dem Café „Eiszeit“ in der Wismarschen Straße in Grevesmühlen denkt noch gar nicht daran, den Laden zu schließen. Sie lockt die Kunden mit einer ganz besonderen Idee – Weihnachtsdekoration. „Seit drei Jahren bieten wir in der Adventszeit Weihnachtsschmuck an“, erklärt die 28-Jährige, die in der Weihnachtszeit auf Tradition setzt. „Der Baum wird mit der Familie am 24. Dezember geschmückt, das war immer so.“ Direkt vor der Theke mit den Eissorten steht jetzt ein Regal mit roten, goldenen und weißen Kugeln, Spitzen und Deko-Artikeln. Sieht auf den ersten Blick etwas ungewohnt aus, funktioniert aber. „Die Kunden wundern sich, aber dann schauen sie, was es alles gibt“, erklärt die junge Frau. Die Sachen kommen direkt aus Lauscha aus dem Erzgebirge.

„Wir bieten hier nur Dinge an, die ich mir auch selbst an den Baum hängen würde.“ Das ist bei Familie Hirsch Familienangelegenheit. „Das machen wir alle vier zusammen.“ Zwei kleine Hunde leben mit in der Familie.

Bis zum 22. Dezember bleibt das Eiscafé noch geöffnet, dann ist Winterpause. Die Bilanz, die Jennifer Hirsch nach drei Jahren in Grevesmühlen zieht, ist durchaus positiv. Die Familie betreibt noch ein weiteres Eiscafé in Gadebusch. „Dort“, so die Serviceleiterin, „ist schwieriger, wir hatten eine Weile eine Baustelle vor dem Geschäft. Auch macht die Stadt Grevesmühlen deutlich mehr für ihre Einzelhändler, das ist zumindest unser Eindruck. Wir sind zufrieden mit dem Standort.“ Die Pläne, die Wismarsche Straße umzugestalten, sieht sie mit gemischten Gefühlen. Zur Saison hat das Café die Parkplätze direkt vor der Tür gemietet, bietet dort zusätzliche Sitzplätze an. „Das wird gut angenommen. Wenn hier gebaut wird, dann ist das für uns natürlich nicht so gut. Auf der anderen Seite kann ich natürlich verstehen, dass etwas passieren muss.“

Noch allerdings ist unklar, ob und wann die Wismarsche Straße umgebaut werden soll. Nach jahrelanger Debatte liegen die Pläne nach wie vor in der Schublade des Bauamtes. Angedacht ist, auf einer Seite der Straße die Parktaschen zu schleifen, um den Gehweg zu verbreitern. Allerdings ist ein heftiger Streit darum entbrannt, welche Seite der Straße dafür genutzt werden soll.

Michael Prochnow

OZ

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