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Grevesmühlen Elternbeiträge sinken um 50 Euro
Mecklenburg Grevesmühlen Elternbeiträge sinken um 50 Euro
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00:00 06.12.2017
Grevesmühlen

Gute Nachrichten für Eltern: Die Elternbeiträge in Krippe, Kindertagespflege und Kindergarten mit Ausnahme des bereits gesenkten Vorschuljahres und des Hortes werden ab Januar um 50 Euro pro Monat für jedes ganztags betreute und geförderte Kind reduziert. Wenn an der Umsetzung dieser Ankündigung auch keine Zweifel mehr bestehen, Sorgen machen sich wegen des engen Zeitfensters zur Realisierung bei den Trägern der Kindereinrichtungen im Landkreis breit. „Die Zeit wird knapp“, betont Ekkehard Giewald. Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes verweist darauf, dass noch keine offiziellen Informationen vorlägen. Er fragt sich, wie das Prozedere ablaufen soll. Manuela Wulff, Sachgebietsleiterin Kita, Schulen und Jugend bei der Grevesmühlener Verwaltungsgemeinschaft, sagt zwar auch: „Uns liegt nichts Offizielles vor.“ Trotzdem gibt sie sich relativ gelassen angesichts ihrer Erfahrung aus den zurückliegenden Jahren. Manche Neuerungen hätten ob Zeitknappheit auch schon rückwirkend umgesetzt werden müssen. Für Holger Glatz, den Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ Rehna steht fest, dass ein erhöhter Verwaltungsaufwand ins Haus stehe.

Grundlage für alles Weitere ist die Landtagssitzung am 14. Dezember. Dort muss noch dem Landes-Doppelhaushalt 2018/19 zugestimmt werden, dessen Bestandteil die Elternentlastung ist. „Erst dann ist sie offiziell und können entsprechende Benachrichtigungen erfolgen“, verdeutlicht Alexander Kujat. Der Pressesprecher des Sozialministeriums versichert, dass aber alle Vorbereitungen dafür getroffen sind. Die Umsetzung erfolge analog der Elternentlastung im Jahr 2012.

„Die Beiträge werden insgesamt entsprechend der Neuregelung an die Träger gemeinsam mit den Landesmitteln und Kreisanteilen monatlich ausgezahlt“, informiert Landkreissprecherin Petra Rappen. „Die Landesmittel und Kreisanteile wurden am 22. November für 2018 vom Jugendhilfeausschuss beschlossen. Er habe sich an der aktuellen sozialräumlichen Bedarfsfeststellung auf der Grundlage der Jugendhilfeplanung 2017 bis 2020 orientiert. Die Bedarfsanalyse hatte ergeben, dass durch die gestiegenen Kinderzahlen eine höhere Inanspruchnahme zu verzeichnen ist. Das ziehe finanzielle Auswirkungen mit sich, die sich wiederum in der Verteilung des Landes- und Kreismittel widerspiegeln. Am 28. November habe der Fachdienst Jugend die Ämter und Träger über die im Jugendhilfeausschuss beschlossenen Landesmittel und Kreisanteile 2018 informiert.

Cornelia Roxin

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