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Grevesmühlen Ende im Betrugsprozess um CD-Werk in Sicht
Mecklenburg Grevesmühlen Ende im Betrugsprozess um CD-Werk in Sicht
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14:21 04.05.2018
Das Firmengebäude des früheren CD- und DVD-Werks spiegelt sich in einer Wasserfläche. Quelle: Jens Büttner/archiv
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Schwerin/Dassow

Nach viermonatiger Dauer neigt sich der Prozess gegen drei ehemalige Geschäftsführer des seit 2007 insolventen CD-Werkes in Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) dem Ende entgegen. Die Plädoyers sollen am Freitag gehalten und voraussichtlich am gleichen Tag auch die Entscheidung der Richter verkündet werden, wie ein Sprecher des Landgerichts in Schwerin sagte. Die zu Prozessbeginn im Dezember vergangenen Jahres 68, 62 und 52 Jahre alten Männer sind wegen schweren Betrugs, Bankrott und Verletzung des Insolvenzrechts angeklagt. Sie sollen durch falsche Angaben eine Fondsgesellschaft dazu gebracht haben, 15 Millionen Euro für Vorhaben des CD-Werks bereitzustellen, das Geld jedoch in kurzer Zeit für andere Zwecke ausgegeben haben.

Schon am ersten Verhandlungstag hatte der Vorsitzende Richter angeregt, mehrere Anklagepunkte fallen zu lassen, war damit aber bei der Staatsanwaltschaft auf Widerspruch gestoßen. Die drei Geschäftsführer waren 2013 schon wegen Kreditbetrugs zu Bewährungsstrafen verurteilt, vom Vorwurf des Subventionsbetrugs und der Steuerhinterziehung aber freigesprochen worden. Gegen die Freisprüche legte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Revision beim Bundesgerichthof (BGH) ein, weshalb es zur Neuverhandlung kam.

Das Werk der Optical-Disk-Service-Gruppe in Dassow galt als einer der größten Hersteller von CDs und DVDs in Europa. Dort waren zeitweilig bis zu 1200 Mitarbeiter beschäftigt.

dpa/mv

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