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Grevesmühlen Endlich: Radwanderkarte für die Region Grevesmühlen
Mecklenburg Grevesmühlen Endlich: Radwanderkarte für die Region Grevesmühlen
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00:00 25.04.2017
Präsentieren die neue Broschüre: Dorina Reschke, Bettina Bartel und Alexander Rehwaldt. Quelle: Foto: Dirk Hoffmann

Touristen erkunden die ihnen unbekannte Umgebung auch gerne mit dem Fahrrad. Von Grevesmühlen aus war ihnen das in der Vergangenheit allerdings kaum möglich.

Die Broschüre zeigt die schönsten Strecken rund um die Stadt

Hier gibt’s die Karte

Erhältlich ist sie in der Stadtinformation Grevesmühlen (direkt neben dem Rathaus am Markt) zu einem Preis von fünf Euro. Erschienen ist die neue Radwanderkarte in einer Auflage von

insgesamt 1000 Exemplaren.

Denn eine Broschüre mit ausgewiesenen Radtouren gab es nicht. Das ändert sich jetzt mit der neu herausgegebenen Radwanderkarte.

Zwei Jahre lang dauerte die Umsetzung dieser Karte, wie die für das Stadtmarketing Grevesmühlen zuständige Dorina Reschke erzählt. Zum einen war der Aufwand sehr groß: So setzte man sich nach Aussage von Bürgermeister Lars Prahler bei der Suche nach geeigneten Strecken unter anderem mit den umliegenden Gemeinden in Verbindung. Außerdem fuhr Bettina Bartel von der Design-Mühle, die diese Karte gestaltete, einen Großteil der Touren selbst mit dem Fahrrad ab.

Darüber hinaus flossen nach Aussage von Reschke, die die Redaktion übernahm, bei der Arbeit an der Radwanderkarte auch immer wieder neue Ideen mit ein. Das hatte auch sein Gutes. Am Ende wurden es statt der zuvor geplanten fünf insgesamt zehn Radtouren, auf die sich Einheimische wie Urlauber begeben können. Die Touren tragen nicht nur klangvolle und einladende Bezeichnungen. Sie sind es auch, wie ein Blick in Details der Touren verrät.

So fahren zum Beispiel die Radler der Tour 1 „Den Sagen & Märchen auf der Spur“ auf den 63 Kilometer an der Schatzkiste des Piraten-Open-Air-Theaters in Grevesmühlen vorbei, begegnen in Rehna dem Mönch Ernestus oder erfahren in Gadebusch etwas über den Trommler aus dem 16. Jahrhundert, von dem noch heute einige seiner Trommelschläge zu hören sind. Dass dieser Landstrich auch wunderschöne Schlösser und Gutshäuser hat, das erfahren die Radwanderer auf einer Route über 42 Kilometer (Tour 4), in der sie unter anderem Orte wie das barocke Schloss Bothmer in Klütz oder auch das Gutshaus in Stellshagen ansteuern.

Die Schönheiten der Schaalseeregion lassen sich auf der Tour 10 über 69 Kilometer erkunden. Und wer neben den Erlebnissen der Natur auch auf kulinarische Genüsse nicht verzichten möchte, der sollte vielleicht die Tour 6 über 73 Kilometer mit ausgewiesenen Hofläden, Cafés und Biohöfen in Orten wie Steinbeck, Hohen Schönberg oder Tankenhagen wählen.

Auf Wegen entlang der Kunst und Kultur führt die Tour 2 (29 Kilometer), zu Feldsteinkirchen und Backsteingotik die Tour 3 ((29 Kilometer), zu Orten von Grünen Technologien die Tour 5 (28 Kilometer) und zu Seen, Flüssen und Kanälen die Tour 7 (66 Kilometer). Die Natur aktiv erleben lässt sich auf der Tour 8 (41 Kilometer) bei einer Fahrt durch das Kalkflachmoor Degtow mit seltenen Pflanzen und Tieren wie dem Sumpf-Glanzkraut und dem Aurorafalter). Und im Mittelpunkt der Tour 7 (66 Kilometer) steht die Weltkulturerbestadt Wismar.

Nicht jeder hat die Kondition für die längeren Strecken. Doch das sollte in den Augen von Bettina Bartel kein Problem sein. Es kann ja zum Beispiel auch das E-Bike genommen werden. Oder es wird ein Stück des Weges mit dem Auto und das andere Ende dann auf zwei Rädern zurückgelegt, wie Bartel vorschlägt.

Für den Tourismus ist diese Radwanderkarte nach Aussage von Bürgermeister Lars Prahler unheimlich wichtig. Er nennt sie einen Teilerfolg, da noch die Beschilderung fehlt. Und vergessen sollte man natürlich auch nicht die Wanderer. Für sie wäre eine Karte ebenfalls etwas Gescheites, so Prahler.

Dirk Hoffmann

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