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Grevesmühlen Enkeltricks, falsche Polizisten und ein Rollator-Parcours
Mecklenburg Grevesmühlen Enkeltricks, falsche Polizisten und ein Rollator-Parcours
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00:32 08.03.2018
Jens Brügmann hilft Gertrud Clausen über den Rollator-Parcours. Hannelore Drews und Brigitte Ahrens schauen dabei interessiert zu (v. r.). FOTOS (2): C. ROXIN

Gertrud Clausen hat Schwierigkeiten. Es ist nicht leicht für die 84-Jährige mit ihrem fahrbaren Helfer, den Rollator-Parcours zu bewältigen.

Ein Seniorensicherheitstag fand gestern im Grevesmühlener Rathaus statt

Auch das gab es

Jens Strohschein vom „Weissen Ring“ übergab Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler acht Schilder, die in der Stadt demnächst daran erinnern sollen, dass Fahrräder gesichert und keine Wertsachen im Auto liegen gelassen werden.

Der Sicherheitstag begann mit einem Mini-Konzert des Chores vom Grevesmühlener Freizeitclub. Frühlingslieder erklangen.

Präventionsberater Jens Brügmann hilft der betagten Dame, weil sich die Räder immer wieder verdrehen. Kommentar der Grevesmühlenerin: „Nicht schön, ganz schön holprig.“ Irgendwie fühlte sie sich an die Wismarsche Straße in ihrer Stadt erinnert.

Gertrud Clausen war gestern Nachmittag zusammen mit Hannelore Drews (78) und Brigitte Ahrens (77) ins Rathaus gekommen. Dort fand innerhalb der 1. Frauen- und Familienwoche in Grevesmühlen ein Seniorensicherheitstag statt. Die drei Frauen, die im betreuten Wohnen leben, waren begeistert vom Angebot, das ihnen offeriert wurde. „Schön, dass es das überhaupt gibt“, betonte Hannelore Drews. Brigitte Gieski (71), der Dietmar Jörs, Moderator der Landesverkehrswacht, gerade eine gute Reaktionsschnelligkeit auf dem Fahrradsimulator bescheinigt hatte, stimmte in den Tenor ein und befand: „Sehr gut!“

Der Andrang zum von der Polizeiinspektion (PI) Wismar organisierten Sicherheitstag hielt sich in Grenzen. Veranstalter und Gäste bedauerten gleichermaßen, dass ob der winterlichen Verhältnisse nicht mehr Besucher gekommen waren. Trotzdem interessierten sich viele Gäste am Stand der PI zum Beispiel dafür, was Falschgeld von echten Scheinen unterscheidet. Die Präventionsberaterinnen Angelika Becker und Ines Buchholz wussten darüber bestens Bescheid. Am Stand der Grevesmühlener AOK-Filiale informierte Kundenberaterin Anke Reich unter anderem zu Körperfitness und Sturzprävention. Die hatte sich auch der öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreises zum Thema gemacht. Eine Hörakustikfirma nahm Tests vor und beriet bei Auffälligkeiten. Die Verkehrswacht Wismar und Umgebung war angetreten, den Senioren dabei zu helfen, möglichst lange mobil zu bleiben. „Vorbeugung ist der beste Opferschutz“ hieß es beim „Weissen Ring“. So hatte Jens Strohschein unter anderem Schutzhüllen für EC-Karten dabei, die den Datenklau verhindern können, aber auch ganz einfache Trillerpfeifen, mit denen Ältere in Notsituationen auf sich aufmerksam machen können. Zudem klärte er über Opferhilfe auf.

Enkeltricks und falsche Polizisten standen im Mittelpunkt eines Vortrages, den Seniorensicherheitsberater Hartmut Höppner hielt. Der Polizeibeamte im Ruhestand ist ebenfalls für die PI unterwegs. Der 64-Jährige warnte unter anderem davor zu glauben, die Polizei riefe an, wenn die „110“ im Telefondisplay erscheint. „Das ist nur ein Notruf, der angerufen werden kann“, betonte er. Es sei aber technisch gar nicht möglich, unter dieser Nummer angerufen zu werden. „Sofort auflegen und auch nicht zurückrufen, die Nummer löschen“, forderte der Seniorensicherheitsberater auf.

Cornelia Roxin

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