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Entscheidung zur Upahler Windkraftanlage verschoben

Upahl Entscheidung zur Upahler Windkraftanlage verschoben

Die Gemeindevertreter und der Betreiber der Windräder wollen Termin vor Ort mit Groß Pravtshagener Anwohnern / Erst danach soll Beschluss gefasst werden

Upahl. Eigentlich stand am vergangenen Donnerstagabend ein Grundsatzbeschluss zur Erneuerung der Windkraftanlage in Groß Pravtshagen auf der Tagesordnung der Upahler Gemeindevertretersitzung. Doch er wurde verschoben. Herbert Fleßner, Betreiber der Anlage, plant den Abbau der seit den 1990er Jahren am Rand von Groß Pravtshagen aufgebauten sieben Windräder, um sie durch vier bis fünf neue, höhere und leistungsstärkere zu ersetzen.

Auf einer Einwohnerversammlung war Widerspruch laut geworden. In Auswertung der Versammlung äußerten sich die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung erstaunt. Aufgeregt, so die einhellige Meinung, hätten sich vor allen Dingen Einwohner, die gar nicht direkt an der Anlage wohnen würden.

Mit der Planung der neuen Windräder in Höhe von 119 Meter liegt Fleßner im unteren Feld des derzeit Machbaren. Viele neue Windgebiete werden mit Windrädern um die 150 bis 200 Meter ausgestattet.

„Wir werden nun die direkten Anwohner der Anlage in Groß Pravtshagen anschreiben“, erklärte Bürgermeister Steve Springer, „und uns vor Ort zu einer Begehung mit ihnen verabreden.“

Anliegen der Gemeindevertreter ist, erklärte Springer, sich im Beisein des Investors und Eigners ein konkretes Bild von der Situation zu machen. „Einerseits visuell, was die Abstände zu den Wohngebäuden angeht – und auch, was die Lärmbelastung betrifft“, so Springer.

Noch Geld übrig aus

dem vergangenen Jahr

Zur Sprache kam auf der Sitzung auch, dass Upahl noch Gelder aus dem Haushaltsjahr 2015 besitzt. Geld, das eingeplant wurde, um Investitionen vorzunehmen. Einige hatte die Gemeinde noch nicht umsetzen können. „In diesem Fall“, erklärte Grevesmühlens leitende Kämmerin Kristine Lenschow, „kann das Geld einfach abgerufen werden und muss nicht noch einmal neu in den Haushalt für dieses Jahr eingestellt werden.“

Eine der Investition, die schon im letzten Jahre kommen sollte, ist die Installation einer Sitzecke am Gemeindehaus und beim Feuerwehrhaus. „Darüber müssen wir uns jetzt wirklich Gedanken machen“, forderte Springer die Gemeindevertreter auf. „Macht Vorschläge, wie das aussehen könnte.“ Die Sitzecke, so die Idee einiger Gemeindevertreter, könnte auch für Seniorennachmittage im Gemeindehaus genutzt werden, die bei schönem Wetter gern draußen sitzen. Insgesamt stehen dafür 4300 Euro zur Verfügung.

Für den Kauf eines Grundstücks in Groß Pravtshagen, auf dem ein Trafo steht, sind noch insgesamt 12000 Euro im Topf. 34 000 Euro stehen aus dem vergangenen Jahr für den Fertigausbau der Straße „Am Horstenberg“ (ehemalig „Am Sportplatz“) zur Verfügung. Auch der Feuerlöschteich im neuen Wohngebiet in Upahl ist ein Thema, das in diesem Jahr gelöst werden muss, ebenso alte Entwässerungsleitungen im Gemeindegebiet, die ausgebaut werden müssen, damit sie vom Zweckverband und Wasser- und Bodenverband bewirtschaftet werden können.

Gemeinde immer noch in der Haushaltssicherung

Auch wenn es der Kommune relativ gut geht, Haushaltssicherung ist auch hier ein Thema. „Glücklicherweise ist die Einnahmesituation nicht schlecht.“, wie Kristine Lenschow bemerkte. „Zudem hat die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht und in den vergangenen Jahren und gespart.“ Die Umrüstung auf LED–Straßenbeleuchtung wird noch einmal eine Stromersparnis von 19 000 Euro bringen.

Annett Meinke

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Upahl
Die insgesamt sieben Windräder mit einer Höhe von 84 Metern am Rand von Groß Pravtshagen drehen sich schon seit 17 Jahren. Nun will der Investor sie durch mindestens vier modernere und höhere Anlagen (119 Meter) ersetzen. Die meisten direkten Anwohner sind dagegen.

Sieben Windkrafträder stehen am Rand von Groß Pravtshagen bei Upahl (Nordwestmecklenburg). Sie wurden in den 90ern gebaut. Jetzt möchte der Investor sie durch vier größere ersetzen.

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