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Grevesmühlen „Er aber zog seine Straße fröhlich“
Mecklenburg Grevesmühlen „Er aber zog seine Straße fröhlich“
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03:37 07.09.2013

Im Haus meiner Großmutter hing viele Jahre ein kleines Schild innen an der Wand neben der Haustür. Immer, wenn ich das Haus verließ, fiel mein Blick darauf und ich las den Satz: „Er aber zog seine Straße fröhlich.“ Ich wusste nicht, wer „Er“ war und ich wusste nicht wohin dieser jemand ging. Aber ich erinnere mich gut, dass ich ein deutliches Bild vor mir sah, wenn ich diesen Satz las: Ein erwachsener Mann mit den Händen in den Hosentaschen, eine Schiebermütze auf dem Kopf, pfeifend marschierte er frank und frei die Landstraße entlang, die sich zwischen den Feldern hinter dem Dorf malerisch dahinschlängelte. Und irgendwann las ich dann ein Buch von Astrid Lindgren: „Oskar, der Landstreicher“. Und das Bild verfestigte sich in meinem Kopf. Fröhlichkeit und Freiheit in einem vermittelte es mir. Je nachdem in welcher Stimmung ich gerade war, wenn ich den Satz las, bestärkte er eine schon vorhandene Fröhlichkeit oder weckte eine neue Sehnsucht in mir. Die eigene altertümliche Sprache des Satzes und das kleine Wort „aber“ rührten mich zutiefst. Egal, was vorgefallen sein mochte, hieß das kleine Wort „aber“ für mich, er zog seine Straße fröhlich. Erst viel später begann ich zu fragen, wer der „Fröhliche“ denn nun eigentlich war. Der Satz stammt aus der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Da wird erzählt, wie ein Mann aus Äthiopien die Heilige Schrift vor sich hatte und versuchte, sie zu lesen, sie aber nicht verstand. Und da begegnete ihm plötzlich ein Mann, von Gott geschickt, der ihm alle Erklärungen gab, die er sich wünschte. Begeistert von dem Inhalt des Buches beschloss er sofort, sich taufen zu lassen. Sein Wunsch wurde erfüllt. „Er aber zog seine Straße fröhlich.“

OZ

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