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Erfolgreiche Premiere für „Warm Up Baltic Hell“

Grevesmühlen Erfolgreiche Premiere für „Warm Up Baltic Hell“

Bands aus Deutschland und Dänemark rocken im Grünen Weg in Grevesmühlen / Das Festival soll es auch in den kommenden Jahren geben

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Die junge Band Breathing Punx aus Timmendorfer Strand rockt auf dem Festival „Warm Up Baltic Hell“.

Quelle: Steffen Oldörp

Grevesmühlen. Die Premiere von „Warm Up Baltic Hell“ in Grevesmühlen war ein Erfolg. So lautet das Fazit von Veranstalter Ronald Riehl, der ankündigte: „Im nächsten Jahr machen wir das wieder.“

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Bands aus Deutschland und Dänemark rocken im Grünen Weg in Grevesmühlen / Das Festival soll es auch in den kommenden Jahren geben

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Neun Bands traten am Freitag und Sonnabend bei dem Musikfestival auf dem Gelände des Handwerkerhofes im Grünen Weg auf. Darunter regionale Größen wie Cadilläc Blood und Pride'n'Rock aus Wismar, die Gruppe Der Dunkle Kloth aus Boltenhagen, die Parchimer Band Trail of Blood, Jesters aus Rostock, Breathing Punx aus Timmendorfer Strand, Dreiviertel Noin aus Schwerin und die dänische Band Seven Thorns.

Am Freitag ließ das Interesse noch etwas zu wünschen übrig. Es hatte fast den ganzen Tag über geregnet. „Das hat sicher viele abgeschreckt“, so Riehl. Auch am Sonnabend hielt der Regen zunächst einige Besucher fern. Als es ab 21 Uhr dann allerdings aufhörte, freute sich Riehl über zahlreiche Zuschauer. „Das war gut. Ich bin zufrieden.“ Auch den Gästen, die da waren, gefiel’s. Sie kamen aus Grevesmühlen, Bad Schwartau, Parchim, Schwerin, sogar aus Bremen. Sie tanzen zu Rock, Pop und Metallmusik der neun Bands, waren bestens drauf.

Jeanette Barthel aus Bad Schwartau ist eigentlich kein großer Fan von Rockmusik. Sie sagte: „Aber die Leute, die man hier kennenlernt, sind sehr interessant.“ Für Norman Schüler (34) aus Schwerin war es eine „klasse Party mit netten Leuten und super Musik.“ Auch Hans Brunck (24) aus Parchim war begeistert. Er ist großer Fan der Band Dreiviertel Noin, reist zu vielen ihrer Konzerte. Auch nach Grevesmühlen. Er sagte: „Das ist mal ganz was anderes. Einfach guter Sound.“ Lisa Jankowitz ist Sängerin der Schweriner Band und die einzige Frau unter sechs Musikern. Sie erklärt: „Das kann durchaus schwierig sein, wenn man mal konstruktive Vorschläge hat. Aber wir schaffen es immer, uns zu einigen.“ Jankowitz feierte am Freitag ihren 23. Geburtstag. „Ich bin total glücklich, an diesem Tag hier zu sein“, strahlte sie.

Die fünf Mitglieder der Band Breathing Punx aus Timmendorfer Strand sind erst 13 bis 16 Jahre alt. Sie spielten am Freitag in Grevesmühlen Fun-Punk, politischen Punk und Pop-Punk. „Wir wollen mit unseren Texten etwas aussagen, einfach anders sein als die anderen“, sagt der 16-jährige Alex Lewering.

Nach Angaben von Ronald Riehl soll es das „Warm Up Baltic Hell“ in Grevesmühlen auch in den kommenden Jahren geben. Bis es so richtig läuft und mehr Zuschauer kommen, rechnet der Veranstalter mit bis zu fünf Jahren. Riehl erinnerte daran, wie das mittlerweile größte Open-Air der Welt in Wacken in Schleswig-Holstein einmal angefangen hat: „Mit 20 Mann in einer gemütlichen Runde. Mittlerweile sind es über 75 000.“

„Warm Up Baltic Hell“ ist aus dem Festival „Baltic Hell“ entstanden, das zwei Jahre in Dassow stattfand, erklärt Riehl. Dort habe es aber regelmäßig Beschwerden wegen Lärmbelästigungen gegeben. Im vergangenen Jahr wurde „Baltic Hell“ deshalb in Rohlofshagen gefeiert – mit 450 Zuschauern. „Da konnten wir aber nicht so feiern, wie wir wollten“, sagt Riehl. „Die Straße war zu schlecht. Und es fehlte auch eine zweite Zuwegung für einen Krankenwagen.“ Nachdem der Veranstalter von „Baltic Hell“, Christian Jäger, vergeblich nach Orten in diesem Jahr gesucht hatte, musste das „Baltic Hell“

in diesem Jahr ausfallen. Ronald Riehl, der im vergangenen Jahr Gast beim „Baltic Hell“ in Rohlofshagen war, dachte sich: „Ausfallen soll es nicht. Deshalb machen wir eine Warm-Up-Party daraus.“

Riehl hat die Idee von Christian Jäger quasi aufgegriffen. Zunächst sollte das Festival in der Jahnstraße auf dem ehemaligen iht-Gelände durchgeführt werden. „Es war aber schnell klar, dass es zu laut wird“, so Riehl. Deshalb hat er bei der Stadt Grevesmühlen einen Antrag für ein Konzert im Grünen Weg gestellt. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Lautstärke eingehalten wird, hat die Stadt Lautstärkemessungen angeordnet. Laut Riehl war alles in Ordnung. Er sagt: „Wenn wir die Anlage voll aufdrehen, haben wir 51 Dezibel bis zum nächstgelegenen Wohngebiet. Erlaubt sind 55 Dezibel.“

Steffen Oldörp

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