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Erinnerung an Opfer der Schiffskatastrophe wachhalten

Grevesmühlen/Groß Schwansee Erinnerung an Opfer der Schiffskatastrophe wachhalten

Ein kleines Jubiläum feiert die „Cap-Arcona-Gedenktour“ in diesem Jahr. Am 7. Mai wird die zehnte Auflage stattfinden.

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Das Organisationsteam der 10. Cap-Arcona-Gedenktour: v. l. Günter Henning, Marina Safarjan, Jürgen Naujoks, Hugo Rübesamen, Klaus-Jürgen Ramisch, Harry Möller, Gerhard Wilken und Rainer Fröhlich. Fotos (2): Dirk Hoffmann

Grevesmühlen/Groß Schwansee. Ein kleines Jubiläum feiert die „Cap-Arcona-Gedenktour“ in diesem Jahr. Am 7. Mai wird die zehnte Auflage stattfinden. Diesen Termin und den Ablauf legten jetzt die Organisatoren während einer Arbeitsberatung fest. Zum Team gehören wie in den vergangenen Jahren der Förderkreis Cap-Arcona-Gedenken, der Landkreis Nordwestmecklenburg, der Kreissportbund und die Mecklenburger Anstiftung mit Sitz in Wismar.

OZ-Bild

Ein kleines Jubiläum feiert die „Cap-Arcona-Gedenktour“ in diesem Jahr. Am 7. Mai wird die zehnte Auflage stattfinden.

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Wir können stolz sein, dass die Tour angenommen wird und sich zu einer Tradition entwickelt hat.“ Hugo Rübesamen, Organisationsleiter

„Wir können stolz sein, dass die Tour angenommen wird und sich zu einer Tradition entwickelt hat“, erklärte Organisationsleiter Hugo Rübesamen gleich zu Beginn der Beratung. Das Konzept und die Strukturen hätten sich bewährt, wie der Sprecher des Cap-Arcona-Förderkreises meinte. In einem eingespielten Team seien die Aufgaben so verteilt, dass jeder genau wüsste, was er zu tun hätte und worauf es ankäme.

Mit der Zahl Zehn im Emblem auf orangefarbenen und mit dunkelblauer Schrift gestalteten T-Shirts wird auf die Jubiläumstour hingewiesen. Damit sollte man es nach Meinung von Rübesamen und den anderen Organisatoren aber auch belassen. Denn die Cap-Arcona-Gedenktour soll ja vor allem die Erinnerung an die schreckliche Katastrophe vom 3. Mai 1945 mit den über 7000 Opfern, die auf den KZ-Schiffen „Thielbek“ und Cap Arcona“ waren, wachhalten.

Bei einer Gedenkveranstaltung an der Cap-Arcona-Gedenkstätte auf dem Tannenberg in Grevesmühlen werden die Teilnehmer unmittelbar vor dem Start an die Geschehnisse an einem der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges erinnert. Erwartet wird dort auch Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Im Anschluss an diese Veranstaltung gehen die Fahrerinnen und Fahrer auf die Strecke.

Nach einer kleinen Runde durch Grevesmühlen und einem Zwischenstopp an der Malzfabrik führt die Tour über Gostorf, Rankendorf, Kalkhorst, Neuenhagen, Harkensee und Barendorf zum Gedenkort nach Groß

Schwansee. Vor allem der letzte Abschnitt von Barendorf ist bei den Teilnehmern beliebt. Denn dort fahren sie auf dem ehemaligen Kolonnenweg einige Kilometer unmittelbar an der Ostsee entlang. An einigen Stellen haben sie sogar freie Sicht auf das Meer. Ein einmaliger Anblick, der sie die Anstrengungen der Tour schnell vergessen lässt.

Am Gedenkort Groß Schwansee wird auch in diesem Jahr wieder ein Ehrenbuch ausliegen. Darin können sich die Tour-Teilnehmer einschreiben. Für sie ist es der erste Zwischenstopp. Wenig später erreichen sie nach etwa 30 Kilometern das Schlossgut Groß Schwansee, wo sie sich bei einer Suppe und einem Getränk stärken können. Wer möchte, der kann danach in einen der vom Landkreis zur Verfügung gestellten Busse einsteigen und sich nach Grevesmühlen zurückbringen lassen. Oder er fährt mit dem Fahrrad zurück. Beides ist möglich.

Die 10. Cap-Arcona-Gedenktour 2016 läuft wie folgt ab: Von 8.30 bis 10 Uhr können sich die Teilnehmer im Organisationsbüro in der Sporthalle des Gymnasiums „Am Tannenberg“ in die Listen einschreiben. Um 10.30 Uhr beginnt die Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte. Anschließend erfolgt gegen 11 Uhr der Start.

Es wird kein Startgeld erhoben. Auch die T-Shirts und die Verpflegung in Groß Schwansee gibt es gratis. Nach der Tour erhalten alle Teilnehmer eine Urkunde.

Brückenschlag zwischen den Gedenkorten

Im Jahr 2007 fand die 1. Cap-Arcona-Gedenktour statt. Sie sollte eine symbolische Brücke zwischen den Gedenkstätten-Orten Grevesmühlen und Groß Schwansee schlagen. Im Sommer 1957 waren die sterblichen Überreste von 407 Opfern der Cap-Arcona-Katastrophe von Groß Schwansee nach Grevesmühlen umgebettet worden. Am 3. Mai 2006 war dann genau an der Stelle der ehemaligen Gedenkstätte in Groß Schwansee wieder ein Gedenkort in Form eines sechs Meter hohen Birkenkreuzes und eines Info-Guckkastens eingerichtet worden. Außerdem war für etwa 3000 der über 7000 Menschen, die am 3. Mai 1945 auf den KZ-Schiffen „Thielbek“ und „Cap Arcona“ ums Leben kamen, die Ostsee ihr Grab geblieben. Auch ihnen galt dieser Gedenkort.

Der Förderkreis Cap-Arcona-Gedenken brachte dann die Idee eines sportlichen Brückenschlages beider Gedenkstätten ins Spiel. Zu den Befürwortern und Unterstützern gehörte der damalige Landrat Erhard Bräunig. Im vergangenen Jahr nahm er noch selbst an der Tour teil, ehe er im Sommer auf tragische Weise bei einem Fahrradunfall ums Leben kam. dh

Von Dirk Hoffmann

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