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Grevesmühlen Ermäßigung mildert Gebührenerhöhung
Mecklenburg Grevesmühlen Ermäßigung mildert Gebührenerhöhung
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00:02 14.01.2015
Die Gebühren für die Sport- und Mehrzweckhalle sollen ordentlich anziehen. Quelle: Ronald Gross

Gute Nachricht für viele Nutzer der Grevesmühlener Sportstätten. Die geplante Erhöhung der Benutzungsgebühren für Hallen und Plätze wird sich für hiesige Vereine voraussichtlich bedeutend weniger auswirken, als ursprünglich angenommen. Einem entsprechenden Satzungsentwurf jedenfalls stimmten die Mitglieder des Finanzausschusses der Grevesmühlener Stadtvertretung am Montagabend einmütig zu.

Alle neun Mitstreiter votierten ausnahmslos mit einem Ja und das passierte durchaus im Wissen, dass diese Entscheidung zwar im Sinne der Vereine, weniger aber im Sinne der angespannten Haushaltslage fiel. Denn: Statt der vorgesehenen 65000 Euro, die so im Zuge der Haushaltskonsolidierung eingespart werden sollten, könnte sich diese Summe jetzt auf 22000 Euro reduzieren. Die Differenz ist das Ergebnis entsprechender Ermäßigungen. Sie sind während einer Wochen andauernden Diskussion mit den Vereinen erarbeitet worden.

So können potenzielle Sportstättennutzer, die im Sinne des Steuerrechts laut Satzungstext „gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dienen“, jetzt eine Ermäßigung von 50 Prozent statt der zuvor geplanten nur 30 Prozent bekommen. Eingetragenen gemeinnützigen Vereinen mit Sitz in Grevesmühlen steht dann sogar eine Ermäßigung von 75 Prozent gegenüber zuerst ausgewiesenen 50 Prozent zu. Leisten diese ausschließlich Kinder- und Jugendarbeit oder arbeiten überwiegend mit behinderten Menschen, sollten sie ursprünglich eine Sektions- beziehungsweise gruppenbezogene Ermäßigung von 75 Prozent bekommen. Jetzt sollen es insgesamt 90 Prozent sein. Heißt im Klartext beispielsweise für die einstündige Nutzung des Gymnastikraumes der Sport- und Mehrzweckhalle am Ploggenseering, für die ohne Ermäßigung 8,60 Euro fällig würden: 86 Cent. Das ist für Kämmerin Kristine Lenschow beinahe schon ein „symbolischer Preis“. Wobei die 47-jährige gegenüber dieser Zeitung einräumte, dass es für Nutzer ohne Anspruch auf Ermäßigung auch richtig teuer werden kann. So ist der Tagessatz für die gesamte Halle jetzt mit 480 Euro festgeschrieben. Bühne, Hallenschutzmatten, Bestuhlung und mobile Beschallungsanlage verursachen noch zusätzliche Kosten.

Bei kulturellen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, wie zum Beispiel Kino oder Puppentheater, ist in der neuen Satzung eine 30-prozentige Ermäßigung vorgesehen. Das war auch schon im ersten Satzungsentwurf so. Vereinsfeiern jedoch sind von Gebührenermäßigungen ausgenommen. Stimmt die Stadtvertretung der neuen Satzung während ihrer nächsten Sitzung am 2. Februar zu, dann soll sie zum 1. Juli in Kraft treten. Die aktuelle Satzung stammt noch aus dem Jahr 1995. Für viele Einrichtungen wird gegenüber einheimischen Vereinen, so sie keine Startgelder kassieren, danach gar keine Gebühr erhoben.

Gremiumsmitglied Mario Wehr (SPD) sagte im Vorfeld der Abstimmung auch aus seiner Sicht als Mitglied des Kreihnsdörper Carneval Vereins (KCV): „Für uns stellt das kein Problem dar, das sind überschaubare Beträge.“ Hinzu kommt: Der Verein hatte sich zudem umorientiert auf kleinere Räumlichkeiten.

Dirk Möller (54), Vorsitzender des Sportvereins Blau-Weiß Grevesmühlen, der zugleich dem Behinderten- und Rehabilitationssportverein Grevesmühlen vorsteht, sagte gestern: „Wenn unsere eingereichten Vorschläge Berücksichtigung gefunden haben, dann könnte man damit leben.“ Allerdings müsse er erst einmal alle „Feinheiten“ kennen und auch die Auswirkungen auf den Spiel- und Wettkampfbetrieb ausloten. „Die Mitgliederversammlungen müssen dann entscheiden, ob und wie die Mehrbelastung auf die Mitgliederbeiträge umgelegt wird.“

Hintergrund
Für die Verwaltung und Unterhaltung der Sportstätten muss die Stadt jährlich 480000 Euro aufbringen.



Die im Tarifkatalog der neuen Gebührensatzung vorgeschlagenen regulären Sätze basieren jetzt auf einer Kalkulation der aus dem Jahr 2013 vorliegenden Werte. So eine Kalkulation lag den Sätzen der Gebührensatzung aus dem Jahr 1995 nicht zugrunde.



Gebührenbefreiung: Der Bürgermeister kann darüber entscheiden, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht.



Cornelia Roxin

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