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Erste Gäste auf Klützer Ferienhof

Klütz Erste Gäste auf Klützer Ferienhof

Jugendliche aus Wismar läuteten mit ihrem Wochenend-Workshop die neue Ära in dem alten Objekt ein.

Klütz. Es ist noch ein Testlauf, aber die Organisatoren zeigten am Sonnabend schon recht zufriedene Gesichter. Am Vorabend waren Jugendliche aus Wismar auf den Klützer Ferienhof gekommen, um dort das Wochenende bei einem Workshop zu verbringen: 15 Mitglieder des Wismarer Kinder- und Jugendparlaments mit zwei Betreuern sowie acht Mädchen und Jungen aus dem Organisatorenteam des Open-Air-Festivals „Wismar 09“ samt drei Betreuern. Mittelfristig soll der Ferienhof als Urlaubsort für junge Leute etabliert werden.

„Es ist gar nicht so einfach, das ins Rollen zu bringen“, hat Mathias Hacker festgestellt. Er arbeitet bei der Ostsee-Service-Boltenhagen GmbH (Os-se-bo), die den Ferienhof jetzt im Auftrag des Paares betreibt, das das Objekt vor zwei Jahren erworben hat. Der Hof hat zuvor auch schon Übernachtungsgäste beherbergt, häufig Fahrradfahrer auf der Durchreise, doch die neuen Eigentümer bringen nun eine ausgeprägte soziale Ader mit. Sie wollen vor allem Jugendliche erreichen — und auch diejenigen, deren Eltern sich den ohnehin schon geringen Übernachtungspreis nicht leisten können.

160 Euro kostet eine Woche samt Vollverpflegung, dem Besuch von Veranstaltungen wie des Freilufttheaters in Grevesmühlen oder der Nutzung von Leihfahrrädern. Wer den Betrag nicht aufbringen kann, erhält bei der Anmeldung gleich die entsprechenden Förderanträge in die Hand gedrückt. „Normalerweise muss man sich selber darum kümmern“, erklärt Mathias Hacker und betont immer wieder, dass der Ferienhof keinen kommerziellen Hintergrund habe.

Auch die Os-se-bo GmbH betritt Neuland, hat sich mit der Awo Soziale Dienste gGmbH Wismar aber einen kompetenten Partner ins Boot geholt. Gemeinsam organisieren sie ein Sommerferienlager, für das es zwei Termine gibt: vom 21. bis 26. Juli sowie vom 28. Juli bis 2. August.

Ferienlager-Erfahrung hat die Awo reichlich. Seit vielen Jahren lädt sie Kinder bis 14 Jahren zum Zelten nach Zierow ein. „In Klütz sprechen wir vor allem 13- bis 16-Jährige an“, erklärt Daniel Soth-Worofka, der als Awo-Schulsozialarbeiter im Klützer Winkel viele Kontakte hat.

Auch zu Dirk Menzel, Geschäftsführer des Wismarer Stadtjugendrings, der wiederum den Kontakt zu den ersten Ferienhof-Gästen aus der Hansestadt herstellte. „Am Freitag haben wir hier erstmal ein ,Planspiel Kommunalwahl‘ gemacht“, erzählt Ingolf Holst (12), der dem Wismarer Kinder- und Jugendparlament angehört. „Wir wurden informiert, wie das mit den Wahlen funktioniert, es gab Wahlbenachrichtungen und ganz viele Parteien. Wir sollten Wahlplakate machen und überlegen, wie wir uns präsentieren“, zählt er auf. „Am Ende konnte jeder wählen.“

Auch für sportliche Aktivitäten bot das Gelände reichlich Platz. Innen gibt es Doppel-, Drei- und Vierbettzimmer mit Gemeinschaftsbädern und auch eigene Wohnungen. „Wir können bis zu circa 50 Personen aufnehmen“, sagt Mathias Hacker. Beim Ferienlager liege die Höchstgrenze aber bei 30 bis 35 Teilnehmern plus Betreuern.

Für die diesjährige Sommerlager-Premiere gibt es keinen Anmeldeschluss. „Wenn es voll ist, ist es voll“, lautet die Vorgabe bei Os-se-bo. „Das Pilotjahr ist für uns alle ein großer Test“, fügt der Mitarbeiter der Vermietungsagentur hinzu, für die es bei dem Projekt auch mehr um das Prestige als um den eigenen Profit geht. „Wir machen immer irgendwelche besonderen Sachen. Hier ist uns wichtig, dass es auch Strukturen im Hinterland gibt, die die Region stärken.“

Unmittelbar vor dem Sommerferienlager, vom 14. bis 21. Juli, ist ein Kurs geplant, bei dem Jugendliche ab 15 Jahren die Jugendleiterkarte erwerben können. Soth-Worofka: „Einige werden dann gleich im Sommerlager eingesetzt.“

Informationen über das Sommerferienlager und das gesamte Objekt finden sich unter www.ferienhof-kluetz.de.

 



Ulrike Oehlers

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