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Grevesmühlen Es hätte so schön sein können . . .
Mecklenburg Grevesmühlen Es hätte so schön sein können . . .
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00:05 12.08.2017

Jede Woche schreibt Benjamin Kernen an dieser Stelle über seine Erfahrungen hinter den Kulissen des Piraten Open Air. Heute setzt der 45-Jährige auf Galgenhumor:

Manchmal scheint es der Wettergott doch noch gut zu meinen. Zu unserem alljährlichen Benefizkonzert „Teddy and Friends“, dieses Jahr zugunsten der Initiative Lidahilfe, einem in Grevesmühlen beheimateten caritativen Verein, ließ er gnädig die Sonne scheinen.

Und so genossen die sechshundert von den erwarteten fünfhundert Besuchern einen grandiosen Event in der Abendsonne und freuten sich gemeinsam über die mehr als 15000 Euro, die an diesem Abend als Spende zusammen kamen. Und was das für ein Abend war: Alexander Stuth von der Ostseewelle verlor zu Beginn beinahe seinen Kopf und durfte ihn nur behalten, als er versprach, brav den ganzen Abend an der Moderation mitzuwirken.

Nachdem die Initiative Lidahilfe vorgestellt und das Grußwort der Schirmherrin Landtagspräsidentin Silvia Brettschneider verklungen war, ging es Schlag auf Schlag. Squeezebox Teddy, der Namensgeber der Veranstaltung, eröffnete den bunten Reigen aus Stars und Sternchen. Dagmar Frederic, die Grand Dame des Showbusiness, verzauberte mit Melodien aus Musicals, der größte Piratenchor, den es jemals gab (und der bereits seit Wochen geprobt hatte), riss das Publikum mit einem gewaltigen Medley aus 12 Jahren Piratenliedern von Squeezebox von den Stühlen, die Goombay Dance Band brachte das karibische Feeling in die schöne Stadt Grevesmühlen und allerlei Spaß und Schabernack forderten die Lachmuskeln der Zuschauer und der Künstler heraus. Marc Clear brachte die Zeit des Swing zurück, die wundervolle Sabi O rührte mit ihren Balladen zu Tränen, Gero Bergmann hätte als Arzt

aus längst vergangenen Tagen in einer zum Brüllen komischen Alchimisten-Show beinahe drei Zuschauer und Alexander Stuth unter die Erde gebracht, hätte ihn nicht Hans Jürgen Beyer mit seinen unvergesslichen Songs im wahrsten Sinne des Wortes von der Bühne gesungen.

Und was wäre ein Benefizkonzert beim Piraten Open Air Theater, wenn nicht Anne Bonnie und die Rockpiraten mit Melodien aus Ost und West zum Mitsingen und Mittanzen verführt hätten? Da hielt es kaum mehr jemanden an den Tischen, das Tanzbein musste einfach geschwungen werden.

Und so neigte sich ein wundervoller Abend dem Ende zu, erfolgreich für die gute Sache und ein großartiges Erlebnis für Besucher und Mitwirkende. An dieser Stelle mein persönliches Dankeschön an alle Künstler und die Mitarbeiter des Piraten Open Air Theaters, die selbstverständlich alle ohne Gage mitgewirkt haben, und natürlich auch an alle Besucher des Benefizkonzert „Teddy and Friends 2017“.

Ja, so schön kann ein Benefizkonzert sein. Wenn es doch nur stattgefunden hätte.

Herzlichst

Ihr Benjamin Kernen

alias Capt’n Flint

OZ

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