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Grevesmühlen „Es muss immer vorwärts gehen“
Mecklenburg Grevesmühlen „Es muss immer vorwärts gehen“
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00:15 18.05.2018
Befreundet seit der Schulzeit: Marga König aus Upahl-Ausbau (v.l.) und Eleonore Bumann, hier mit Hans-Ulrich Bumann im Bumann-Haus.
Boienhagen

Vergangenen Zeiten hinterhertrauern ist nicht die Sache von Hans-Ulrich Bumann (88), seiner Frau Eleonore (82) und deren Upahler Freundin schon aus Kindheitstagen, Marga König (83). Viel haben sie alle drei erlebt, die Kindheit zu Adolfs Zeiten, die DDR – „in der auch nicht alles einfach war“, wie Marga König sagt – und dann die Wende. Auch wenn sie einige Entwicklungen nicht so schön finden, zum Beispiel: „dass die Jungen heute immerzu mit ihren Telefonen zugange sind.“ Letztlich geht es eben auch nicht mehr ohne das – und stimmen sie dem Credo des ältesten Bumann-Sohnes, Helmut Bumann (65): „Es muss immer vorwärtsgehen“, zu.

Familie Bumann gehört zu den Alteingesessenen in Boienhagen – ihr Haus baute der Urgroßvater um 1880

Vier Söhne haben die Bumanns, davon ein Zwillingspaar, elf Enkel und zehn Urenkel. Helmut Bumann (65) wohnt gleich nebenan in Upahl und kümmert sich um seine Eltern. Seit der ehemalige LKW-Fahrer in Rente ist, noch mehr. „Manchmal ist er täglich hier“, sagt seine Mutter.

„Meine Eltern brauchen Hilfe auf dem Hof“, sagt Helmut Bumann. Das Mähen des großen Anwesens – auf dem die große Familie die meisten ihrer Familienfeste feiert – ist zum Beispiel einer seiner Jobs.

„Heute habe ich ja auch mehr Zeit als früher“, sagt Helmut Bumann – der neben seinem Beruf 20 Jahre lang als Wehrführer die Freiwillige Feuerwehr Upahl geleitet hat. Heute ist er immer noch mit dabei, genau wie sein Sohn und seine beiden Enkeltöchter. Allerdings muss auch das eigene Gehöft in Upahl in Schuss gehalten werden.

Marga König und Eleonore Bumann sind richtig gute Freundinnen. Wenn sie sich nicht sehen können, telefonieren sie. „Es ist wichtig, eine Freundin zu haben, mit der man über alles sprechen kann.“, sagt Marga König. „Der man vertrauen kann und weiß, das Anvertraute bleibt, wo es bleiben soll“, fügt Eleonore Bumann hinzu. Nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe befragt, meint sie mit einem schelmischen Seitenblick auf ihren Mann: „Miteinander sprechen und nicht bei jeder Kleinigkeit auseinanderrennen.“ „Jede Menge Toleranz“, schiebt Marga Bumann, deren Mann schon verstorben ist, nach.

Helmut Bumann, dessen Frau in der Malzfabrik in Grevesmühlen arbeitet, fügt augenzwinkernd an: „Eine Frau sollte nicht versuchen, den Mann zu ändern. Umgekehrt aber auch nicht.“

ame

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