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Fahrer hat das Risiko mit Sicherheit bedacht

Fahrer hat das Risiko mit Sicherheit bedacht

Jeder Bundesbürger ist auf die schnelle Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen, um schnelle und qualifizierte Hilfe zu bekommen. Da zählt einfach jede Sekunde, um die Einsatzstelle zu erreichen.

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Wie schnell ist zu schnell? Darum geht es gerade in Nordwestmecklenburg bei einem Rettungseinsatz.

Quelle: Frank Söllner

Jeder Bundesbürger ist auf die schnelle Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen, um schnelle und qualifizierte Hilfe zu bekommen. Da zählt einfach jede Sekunde, um die Einsatzstelle zu erreichen. Der Fahrer des Rettungswagens hat das Risiko der Geschwindigkeitsübertretung mit Sicherheit bedacht, sonst wäre er dieses Risiko nicht eingegangen. Er hat die Sonderrechte in Anspruch genommen. Und da gilt auch bei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit: Es darf nicht schneller gefahren werden, als es die Straßen- und Witterungsverhältnisse erlauben. Dabei gibt es aber keine festen Regeln.

LESERBRIEFE

Zur Berichterstattung über das Verfahren gegen einen Rettungswagenfahrer, der im Einsatz geblitzt worden war und dem der Entzug seines Führerscheins droht, erreichten die Redaktion zahlreiche Leserbriefe. Der Fahrer war mit 90 Stundenkilometern in Mallentin bei erlaubten 50 geblitzt worden.

Das ist der reinste Behördenwahnsinn

Der zuständige Sachbearbeiter sollte sich einfach mal vorstellen, er wäre lebensbedrohlich erkrankt, mal sehen ob er dann noch auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit Wert legt. Der deutsche Behörden-Wahnsinn ist unübertroffen, da muss dringend aufgeräumt werden. Claudia Dück

Schnelle Hilfe ist im Notfall geboten

Diese Zuschriften geben ausschließlich die Meinungen der Einsender wieder. Kürzungen und Abdruck vorbehalten.

Damit werden Menschen in Gefahr gebracht

Der zuständige Sachbearbeiter sollte endlich sein vorhandenes Gehirn einschalten. So einen Behördenirrsinn gibt es ja gar nicht. Was sagt eigentlich der zuständige Leiter der Behörde dazu?

Das kann man nicht mehr tolerieren. Solche Leute gefährden mit ihren Entscheidungen Menschenleben.

Holger Klein

Darf ein Landkreis das überhaupt?

Hat ein Landkreis die Berechtigung zu so einer Anordnung? Verkehrstechnisch ist die Geschwindigkeitsbegrenzung immer noch Bundesrecht. Das ist einmalig in Deutschland. Gilt es denn auch für auswärtige Einsatzkräfte? Mir stellt sich da die Frage, welcher Bürgermeister oder sonstige Politiker sich von schnell fahrenden Fahrzeugen genötigt fühlt. Blaulichtneid? Sven Schulz

Nachts auf einer mehrspurig ausgebauten, gut einsehbaren Vorfahrtstraße kann das auch innerorts Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometer erlauben, andererseits können mittags an einer Schule auch die erlaubten 30 km/h zu viel sein. Rene Lorenz

Warum Blaulicht? Es erwarten alle Menschen, dass sie, wenn es notwendig ist, auf schnellstem Weg in eine Klinik gebracht werden. Mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für solche Fahrzeuge ist dies sicher nicht möglich. Der Fahrer muss selbst entscheiden, wie schnell er fahren kann und wir Kraftfahrer und auch die Fußgänger helfen ihm dabei. Vielleicht kommt auch ein Befürworter dieser Begrenzung in den Bedarf eines Krankentransportes, dann wird er anders denken. Also weg mit dieser Bestrafung!

Klaus Tolkmitt

Regelung ist von der Realität weit entfernt

Da werden Kampagnen gestartet beispielsweise unter dem Motto „Jede Sekunde zählt beim Schlaganfall“ und der Landkreis NWM hat nichts Wichtigeres zu tun, einen Fahrer, der sich im Einsatz befand, mit einem Bußgeldbescheid und Führerscheinentzug zu bestrafen, da dieser eine unsinnige Regelung nicht eingehalten hat, die von der Realität weit entfernte Mitarbeiter der Kreisverwaltung aufgesetzt haben? Schlimm auch das Verhalten der Verantwortlichen beim DRK. Anstatt sich hinter den Mitarbeiter zu stellen, wird ein Bückling gegenüber der Verwaltung gemacht. Es geht um Menschenleben bei jeder Einsatzfahrt und da zählt wirklich jede Sekunde. Markus Faber

OZ

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