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Grevesmühlen Falsche Bäume: 100 000 Euro Schaden drohen
Mecklenburg Grevesmühlen Falsche Bäume: 100 000 Euro Schaden drohen
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07:51 20.02.2015
Das will die Gemeinde Lüdersdorf künftig verhindern: In Herrnburg droht eine Robinie auf ein Haus zu kippen. Feuerwehrleute kappen den Baum mithilfe einer Drehleiter und einer Motorsäge. Quelle: Jürgen Lenz
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Herrnburg

Eine Fehlentscheidung Mitte der 90er-Jahre fällt der Gemeinde Lüdersdorf jetzt mächtig vor die Füße. „Da wird auf die Gemeinde ein Batzen Geld an Ausgaben zukommen“, sagt Bernhard Strutz, Gemeindevertreter der Wählergemeinschaft „Bürger für Lüdersdorf“ voraus. Es geht um rund 100 000 Euro. So viel wird es kosten, Robinien in Herrnburg zu entfernen und als Ersatz dafür 130 Bäume einer anderen Art zu pflanzen und zu pflegen.

Beschlossen haben die Gemeindevertreter das zwar noch nicht, doch sie teilen über die Fraktionsgrenzen hinweg die Einschätzung von Andreas Scheel, einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für die Pflege, Sanierung und Bewertung von Bäumen, der sagt: „Aus fachlicher Sicht sollte man einen Schnitt machen und neue Bäume pflanzen, die auch später keine Gefahr darstellen.“

Dass die Robinien an einigen Straßenrändern in Herrnburg eine Gefahr darstellen, wurde am 28. Oktober 2013 für jedermann sichtbar: Als das Orkantief „Christian“ über Norddeutschland hinwegfegte, fielen die Robinien in Herrnburg gleich reihenweise um, ragten Wurzeln aus sandigem Boden, drohte ein Baum auf ein Haus zu stürzen. Weitere Robinien musste die Feuerwehr noch am selben Tag absägen, weil die akute Gefahr bestand, dass sie auf Gebäude, Gärten oder die Straße kippen. Übrig blieben 85 Bäume. 27 sind mittlerweile mit Farbe markiert. Sie stellen laut einem Gutachten eine Gefährdung dar und dürfen mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde abgenommen werden. Gemeindevertreter wollen, dass auch die restlichen 58 abgenommen werden. Ein Argument: die Verkehrssicherungspflicht der Kommune.



Jürgen Lenz

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