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Feuermelder „Trixi“ rettet Hausbewohner

Grevesmühlen Feuermelder „Trixi“ rettet Hausbewohner

Brandstiftung im Keller eines Hauses im Ploggenseering in Grevesmühlen / Ein Hund schlug rechtzeitig Alarm / 18 Feuerwehrleute im Einsatz

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Feuerwehrleute bringen die verbrannten Sachen aus dem Keller heraus. Unbekannte hatten die Gegenstände in Brand gesetzt.

Grevesmühlen. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Grevesmühlen sind am Sonntag nur knapp einer Katastrophe entkommen. Gegen 20 Uhr war im Keller des Gebäudes im Ploggenseering 27 ein Feuer ausgebrochen. Mischling „Trixi“ roch den Qualm, der sich schnell durch das gesamte Treppenhaus ausbreitete. „Er rannte wie verrückt im Flur hin und her und bellte“, berichtete gestern die Bewohnerin der Erdgeschosswohnung. „Dann habe ich in den Flur geschaut und den Rauch gesehen.“ Innerhalb weniger Minuten war die Grevesmühlener Feuerwehr vor Ort. Sämtliche Bewohner des Aufgangs wurden evakuiert beziehungsweise flüchteten ins Freie. Gerade noch rechtzeitig.

OZ-Bild

Brandstiftung im Keller eines Hauses im Ploggenseering in Grevesmühlen / Ein Hund schlug rechtzeitig Alarm / 18 Feuerwehrleute im Einsatz

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Fluchthauben

Fluchthauben sind helmähnliche Überzieher, die die Feuerwehrleute den Hausbewohnern bei der Evakuierung überziehen. Sie schützen vor Qualm und giftigen Dämpfen beim Verlassen der Gebäude.

„Ein paar Minuten später wären wir nicht mehr durch das Treppenhaus gekommen“, sagt Toni Buske. Ihm gehört „Trixi“, die am Sonntag im Zuge der Evakuierung auch über den Balkon von der Feuerwehr aus dem Haus gebracht wurde. Toni selbst saß zum Zeitpunkt, als das Feuer ausgebrochen war, im Zug von Bad Kleinen nach Grevesmühlen. Dort bekam er den Anruf, dass es im Haus brennt. „Sieben Minuten habe ich vom Bahnhof bis zum Haus gebraucht und dann gesehen, was los war.“ Dichter Qualm kam aus den Fenstern, die Feuerwehrleute waren bereits dabei, die Bewohner über die Balkone zu retten und das Feuer im Keller zu löschen.

Wie sich herausstellte, war der Brand im Keller einer 41 Jahre alten Bewohnerin ausgebrochen. Zur genauen Ursache konnte die Polizei gestern noch nichts sagen, die Ermittlungen laufen. Doch alles deutet auf Brandstiftung hin. Die Frage ist, wie der Täter ins Haus gelangt ist. Oder waren es mehrere? „Die Tür ist immer verschlossen“, sagt Toni Buske, der sichtlich stolz auf seinen Hund ist.

„Sie hat die Menschen im Haus gerettet, das kann man so sagen.“

Gestern waren die Anwohner damit beschäftigt, den Ruß und den Schmutz aus dem Treppenhaus zu beseitigen und die Wohnungen zu lüften. Die Kellerdecke im Erdgeschoss ist schwarz vom Qualm, die Kellertür von der Polizei abgesperrt. Hauptgesprächsthema der Bewohner ist die Ursache des Feuers.

Denn der Brand vom Sonntag ist nicht der erste Vorfall, der die Menschen in dem Aufgang beschäftigt. „Erst vor ein paar Tagen wurden zwei Scheiben bei uns und der Nachbarwohnung eingeworfen“, sagt Toni Buske. „Vorher gab es auch noch ein paar Sachen, die wir uns nicht erklären können.“ Nun versucht die Kriminalpolizei die Spuren zu sammeln und auszuwerten.

Für die Grevesmühlener Wehr war der Einsatz am Sonntag alles andere als Routine. Und trotzdem lief alles reibungslos ab. „Wir haben vier Leute mit sogenannten Fluchthauben über das Treppenhaus rausgeholt, zwei über die Drehleiter. Alle andere hatten die Wohnungen schon verlassen“, berichtete gestern Grevesmühlens Wehrführer Steve Klemkow. „Das größte Problem für uns war, dass das Styropor an der Kellerdecke brannte.“ Ein 21-Jähriger wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Für Toni Buske und seine Nachbarn bleibt nur die Hoffnung, dass die Polizei den Fall aufklärt. „Wir machen uns natürlich Sorgen, wie so etwas passieren kann. Ich bin wirklich froh, dass ,Trixi’ so gut reagiert hat. Ich mag gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn das Feuer in der Nacht ausgebrochen wäre, wenn alle schlafen“, so Toni Buske.

Neben Feuerwehr und Polizei war am Sonntag auch der Rettungsdienst des DRK mit mehreren Fahrzeugen im Ploggenseering im Einsatz. Die Bewohner wurden unmittelbar vor Ort von den Rettungssanitätern versorgt.

Gestern erinnerte nur noch ein Haufen Schrott vor dem Eingang an die Katastrophe in der Nacht zuvor. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

Michael Prochnow

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