Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen First-Responder: Arbeit gut angelaufen
Mecklenburg Grevesmühlen First-Responder: Arbeit gut angelaufen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 02.02.2018
Boltenhagens Zugführer Mathias Hacker (2. v. li.) und die anderen First Responder zeigten im vergangenen Jahr bei Übungen die Arbeit der ausgebildeten Einheit bei medizinischen Notfällen. Quelle: Foto: Frank Gabriel/ffw Boltenhagen
Boltenhagen

Kurz vor Weihnachten hat die First-Responder-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen ihre Arbeit aufgenommen. „Und es ist gut angelaufen“, sagt Wehrführer Sebastian Hacker. Die aktuell 13 speziell ausgebildeten Ersthelfer sind dazu da, die Zeitspanne von der Unfallmeldung bis zum Eintreffen des regulären Rettungswagens oder Notarztes zu überbrücken. Bislang mussten die Einsatzkräfte drei Mal als First-Responder ausrücken. „Es ist gut, dass es relativ ruhig beginnt“, meint Hacker. So könnte sich die neugeschaffene Rettungseinheit langsam einarbeiten und Abläufe optimieren. „Denn im Sommer wird in dieser Hinsicht einiges auf uns zukommen, wenn der Ort voll ist“, ist er sich sicher.

Die Freiwillige Feuerwehr Boltenhagen hat Bilanz für 2017 gezogen. Im Vorjahr gab es 76 Einsätze.

Der Boltenhagener Wehrführer sieht die First-Responder-Gruppe als absoluten Gewinn. Nicht zuletzt die Einwohner und die vielen Gäste im Ort würden davon profitieren. Das machte der 37-Jährige auch bei der Jahreshauptversammlung der Brandschützer in der Weißen Wiek deutlich, auf der er auf ein „anstrengendes, aber gutes 2017“ zurückblickte. Die Kameraden hätten sich besonders in die Ausbildung der Mitglieder hineingekniet – 1950 Stunden wurden dafür aufgebracht. Hinzu kamen 1400 Lehrgangsstunden. Zudem würden die Einsatzzahlen nicht weniger werden. Das alles hätte „viel ehrenamtliches Engagement“ von den Beteiligten verlangt, betont Hacker.

Insgesamt mussten die Boltenhagener Feuerwehrleute im zurückliegenden Jahr 76 Mal ausrücken. 710 Einsatzstunden waren das umgerechnet für die freiwilligen Kräfte. Nur selten (19 Einsätze) handelte es sich dabei um Brand- oder Feuerangelegenheiten. „Gerade einmal 25 Prozent unserer Einsätze fällt in die Kategorie, für die es einmal galt, eine Feuerwehr aufzustellen“, berichtet Hacker. 50 Einsätze und damit der Großteil aller Alarme gehört in den Bereich technische Hilfeleistungen – wie schon in den Jahren zuvor. „Dazu gehören auch unwetterbedingte Einsätze, die zunehmen und uns einiges abfordern“, erklärt der Boltenhagener Wehrführer. Dadurch bedingt waren die Einsatzzahlen vom Spätsommer bis in den Herbst besonders hoch. 17 Mal mussten die Kameraden allein im Oktober ausrücken – ein Großteil davon hatte mit Sturmschäden zu tun.

Die Brandschützer aus dem Ostseebad haben im vergangenen Jahr auch neue Mitglieder gewinnen können. Durch gezielte Werbung sei es gelungen, Kräfte zu akquirieren. Bei der Jahreshauptversammlung wurden sieben Neue in die Einsatzabteilung aufgenommen. Insgesamt zählen die Kameraden nun 39 Mitglieder. „Durch Umstrukturierung bei der Durchführung des Grundlehrgangs ist es uns gelungen, den Einstieg in unser Ehrenamt attraktiver zu gestalten und somit das Interesse zu wecken“, meint Hacker. Das wolle man im neuen Jahr fortführen.

Nicht ganz ohne Stolz kann Hacker auch auf seine Wiederwahl als Chef der Brandschützer im Juni 2017 zurückblicken. Es ist seine dritte Amtszeit, die weitere sechs Jahren dauern wird. „Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen“, sagt er. Seit 2005 ist Hacker bereits Wehrführer in Boltenhagen. Außerdem erhielt Lutz Hacker bei der Jahreshauptversammlung eine Auszeichnung. Der Kamerad wurde nach 40 Jahren im aktiven Dienst in die Ehrenabteilung überstellt und bekam aufgrund seiner Leistungen, „die maßgeblich zur Entwicklung der Wehr beigetragen haben“, die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes MV in Silber überreicht. Hacker war unter anderem jahrelang stellvertretender Gemeindewehrführer.

Ein großes Lob gibt es von den Brandschützern für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die Kameraden würden hier stets unterstützt. „Wenn der Schuh bei Ausrüstung oder Technik gedrückt hat, wurde uns geholfen. Es ist schön, die Gemeinde hinter sich zu wissen“, meint Hacker. Diese Anerkennung kann Bürgermeister Christian Schmiedeberg nur zurückgeben. „Wir können stolz darauf sein, solch eine schlagkräftige Truppe in unserem Ort zu haben.“ Die freiwllige Arbeit im Brand- und Katastrophenschutz sei gar nicht hoch genug zu bewerten. Über den Zulauf bei der Boltenhagener Feuerwehr ist der Bürgermeister erfreut. „Das brauchen wir auch. Denn wir sind nicht nur ein Ort mit vielen Gästen, sondern haben auch den Hochwasserschutz zu bewältigen.“

Daniel Heidmann

Die Handballer der TSG Wismar empfangen morgen um 18.00 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße in der MV-Liga die Reserve vom Drittligisten HC Empor Rostock.

02.02.2018

TSG-Damen spielen morgen auswärts in Berlin

02.02.2018

Gesucht werden aus der Stadt Grevesmühlen und aus den Gemeinden des Amtes Grevesmühlen-Land (Bernstorf, Gägelow, Plüschow, Roggenstorf, Rüting, Stepenitztal, Testorf-Steinfort, ...

02.02.2018