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Grevesmühlen Flüchtlinge in Arbeit gebracht
Mecklenburg Grevesmühlen Flüchtlinge in Arbeit gebracht
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00:00 20.02.2017

Erfolgreiche Vermittler: Die Willkommenslotsin der Kreishandwerkschaft Nordwestmecklenburg-Wismar, Jolanta Klein, gehört zu den Besten in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Bilanz des Bundeswirtschaftsministeriums.

Der Auftrag, den die Lotsen haben, besteht darin, Flüchtlinge an Unternehmen zu vermitteln, die händeringend Personal suchen. Im März 2016 ist das Programm gestartet worden, seither wurden deutschlandweit 3341 Frauen und Männer in Betriebe vermittelt – in Praktika, Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse. Fünf der zehn vermittlungsstärksten Projektteilnehmer kommen aus den Handwerkskammern. „Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt erfordert einen langen Atem. Diese erste Bilanz untermauert aber, wie engagiert das Handwerk sich an vielen Stellen einbringt, damit sie gelingen kann“, lobt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

Circa 150 vom Bundeswirtschaftsministerium finanziell geförderte Willkommenslotsen suchen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen auf. Bei der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar ist eine Frau im Einsatz, Jolanta Klein: „Die Vermittlung und Integration ist sehr langwierig und zeitaufwendig“, berichtet sie. Grundvoraussetzung bei ausländischen Jugendlichen seien ausreichende Deutschkenntnisse und eine grobe Berufsvorstellung. Ein gut funktionierendes Beispiel sei die Tischlerei Podlasly aus Wismar, bei der ein junger Mann aus Eritrea im vergangenen Jahr ein berufsorientiertes Praktikum absolviert hat. Auch dieses Jahr habe gut begonnen: Bislang sind bereits drei Hospitationen und drei Praktika vermittelt worden, woraus bald ein bis zwei Ausbildungsmöglichkeiten entstehen sollen.

„Wir sprechen die Flüchtlinge schon während der Sprachkurse an und finden heraus, welche Fähigkeiten und Interessen sie haben“, berichtet Projektleiter Tobias Böse. Das Erfolgsrezept sei zum einen die Präsens in der Fläche, zum anderen, dass soziale Netzwerke wie Facebook und Whatsapp genutzt werden, um auf Ausbildungsmöglichkeiten hinzuweisen. „Das kommt auch bei deutschen Jugendlichen sehr gut an, um die wir uns auch intensiv bemühen“, ergänzt Tobias Böse. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt, dient der Willkommenslotse als Schnittstelle zwischen Firmen und Behörden. Sie haken zum Beispiel bei der Ausländerbehörde nach und erkundigen sich nach dem aktuellen Aufenthaltsstatus der Flüchtlinge. Der sei oft unklar. Für viele Betriebe sei die Einstellung von Flüchtlingen eine Art Experiment. Umso wichtiger ist es, dass sich die Firmenchefs schnell an die Lotsen wenden, wenn es Probleme gibt. Dann könne reagiert werden, teilt das Ministerium mit. Das sei besser, als das ganze Projekt scheitern zu lassen. ks

OZ

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