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Grevesmühlen Flüchtlinge testen das Handwerk
Mecklenburg Grevesmühlen Flüchtlinge testen das Handwerk
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00:00 05.08.2016
Kammerhauptgeschäftsführer Edgar Hummelsheim (2. v. r.) und der Chef der Agentur für Arbeit Guntram Sydow (M.) besuchen die erste Perjuf-Gruppe mit Projektleiter Sebastian Koepke (2.v.l.). Sie sprachen dabei unter anderem mit dem Syrer Mohammad Kabalan (l.). Quelle: P. Gansen

Der Chef der Agentur für Arbeit Schwerin Guntram Sydow und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin Edgar Hummelsheim haben die Teilnehmer des ersten Flüchtlingsprojekts im Handwerk besucht. Seit dem 20. Juni werden in den Fachwerkstätten des Bildungs- und Technologiezentrums der Handwerkskammer Schwerin elf Flüchtlinge auf Handwerksberufe orientiert. Das Durchschnittsalter der ausschließlich männlichen Teilnehmer beträgt 25 Jahre. Sie kommen aus Syrien, Eritrea, dem Iran, Ghana, Mauretanien und Russland und wohnen derzeit in Schwerin, Ludwigslust, Wismar und Mallentin.

Einer der Teilnehmer ist der 24-jährige Syrer Mohammad Kabalan, der in Wismar wohnt. In Syrien hatte er ein Mathematikstudium begonnen, bevor er vor dem Krieg aus seiner Heimatstadt Damaskus flüchtete. Er spricht bereits sehr gut Deutsch und ist mit viel Motivation dabei, Wege für seine berufliche Zukunft kennen zu lernen.

„Alle Teilnehmer sind sehr motiviert und mit Spaß bei der Sache“, sagt Sebastian Koepke, Teamleiter im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer. Er betreut die „Perjuf“-Gruppe gemeinsam mit Sozialpädagogin Astrid Mauermann und dem Deutschlehrer Ulrich Planken.

Im Rahmen des sechsmonatigen Projekts zur beruflichen Orientierung lernen die Teilnehmer die Gewerke Metalltechnik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Tischler, Kfz-Technik sowie Maler kennen.

Begleitend zur praktischen Erprobung in den Fachwerkstätten erfolgt jeweils fachbezogener Deutschunterricht. Ab dem 10. Oktober werden die Teilnehmer dann für jeweils fünf Wochen ein betriebliches Praktikum absolvieren. Ab Herbst wird das Projekt mit weiteren Teilnehmern fortgesetzt.

Hintergrund: Das Projekt „Perjuf“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Es bildet die zweite Stufe der insgesamt dreistufigen Initiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“.

Die erste Stufe bildet ein Integrationskurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Hier erwerben die jungen Flüchtlinge Sprachkenntnisse und lernen die grundlegenden Werte der Gesellschaft sowie der Rechtsordnung, Geschichte und Kultur kennen.

Die zweite Stufe ist die BA-Maßnahme „Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (Perjuf)“. Hier sammeln sie vier bis sechs Monate lang erste Erfahrungen in Berufsfeldern des Handwerks und erhalten einen umfassenden Einblick in das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem.

Nach der zweiten Stufe nehmen junge Flüchtlinge am Programm „Berufsorientierung für Flüchtlinge“ teil. Hier werden sie 13 Wochen lang auf bis zu drei Ausbildungsberufe im Handwerk vorbereitet.

Im Anschluss sollen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Voraussetzungen erfüllen, in ein Ausbildungsverhältnis vermittelt werden.

OZ

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