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Grevesmühlen Flüchtlings-Verein stellt sich kritischen Fragen
Mecklenburg Grevesmühlen Flüchtlings-Verein stellt sich kritischen Fragen
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06:36 10.06.2016
Renate Schürmeyer und Norbert Koschmieder vom Grevesmühlener Flüchtlingshilfeverein bleib.mensch stellten sich beim 2. Talk im Turm in der St. Nikolai Kirche auch kritischen Fragen. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Die Besucher der 2. Talk im Turm - Veranstaltung in der Grevesmühlener St. Nikolai Kirche, in der es um das Thema Flüchtlinge ging, stellten interessante Fragen an die Vertreter des Vereins bleib.mensch. Zum Beispiel wollten sie wissen, ob man Mensch bleibt, auch wenn man nicht bereit ist, Flüchtlingen zu helfen?

Norbert Koschmieder, Gemeindereferent der Katholischen Kirche und Mitbegründer des Vereins betonte, dass es viele Gründe für Skepsis gegenüber Flüchtlingen gäbe. Dass es dem Verein nicht darum gegangen wäre, mit dem Namen des Vereins ein moralisches Statement abzugeben. „Natürlich ist und bleibt man Mensch, wenn man nicht helfen möchte.“

Renate Schürmeyer, ein weiteres Mitglied des Vereins, erklärte, dass es ihr und den anderen Ehrenamtlichen um eine Begegnung auf Augenhöhe mit den Ankommenden geht. „Wir sehen uns als Ansprechpartner in der Zeit der Eingewöhnung in Deutschland.“

Das Motto des Vereins ist: So viel wie nötig und so wenig wie möglich helfen. Letztlich geht es darum, dass sich Asylantragsteller so schnell wie möglich, selbstständig in Deutschland zurechtfinden.

Auch andere kritische Fragen wurden gestellt. Zum Beispiel zum Umgang der Flüchtlinge mit Geld und über den Umfang der Leistungen, die ihnen zugestanden werden.

Annett Meinke

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